Der Mangel an Dopamin kann zu zitternden Händen im Ruhezustand führen (Tremor). Zu Beginn können aber auch eine kleiner werdende Handschrift, Riech- und Schlafstörungen auf Parkinson hinweisen. / © Adobe Stock/Pixel-Shot
Rund 400.000 Menschen sind nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DGP) in Deutschland von der Erkrankung betroffen. Die meisten sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 60 Jahre alt, aber auch Jüngere können an Parkinson erkranken. Auch wenn Parkinson bislang nicht heilbar ist: Mit Medikamenten und Bewegungstherapien lässt sich die Erkrankung oft gut bewältigen.
Benannt ist die Erkrankung nach dem englischen Arzt James Parkinson: Er hat die Hauptsymptome der »Schüttellähmung« im Jahr 1817 erstmals beschrieben. Auf seinen Geburtstag am 11. April fällt der Welt-Parkinson-Tag.
Morbus Parkinson ist eine chronische Erkrankung des Gehirns. »Hierbei verklumpt das körpereigene Eiweiß Alpha-Synuclein im Mittelhirn«, sagt der Neurologe Professor Dr. Andrés Ceballos-Baumann, Chefarzt der Parkinson Fachklinik an der Schön Klinik in München-Schwabing. Durch diese Verklumpungen funktionieren Zellen im Gehirn nicht mehr richtig und sterben letztlich ab. Der Körper bildet dadurch weniger Dopamin. Fehlt dieser wichtig Botenstoff, sind Bewegungen nicht mehr so möglich, wie man es bislang kannte. Sie sind dann schlechter steuerbar.
Warum es zu einer Parkinson-Erkrankung kommt, ist bislang nicht vollständig erforscht. »Es gibt aber Hinweise darauf, dass neben dem Alter auch andere Erkrankungen, Genetik und Umwelteinflüsse eine Rolle spielen könnten«, so Professor Dr. Brit Mollenhauer, dritte Vorsitzende im Vorstand der DGP.
Der Mangel an Dopamin kann zu zitternden Händen im Ruhezustand führen, Tremor nennt sich das. Weitere mögliche Auswirkungen sind:
»Die Erkrankung geht teilweise auch mit sogenannten Freezing-Momenten einher, wobei mit Freezing das Einfrieren von Bewegungen gemeint ist«, erklärt Mollenhauer.