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Bakterielle Vaginose
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Leitlinie empfiehlt erstmals Antiseptika

Eine bakterielle Vaginose wird üblicherweise mit Clindamycin oder Metronidazol therapiert. Die aktualisierte Leitlinie empfiehlt nun erstmals auch drei Antiseptika; jeweils als eigenständige Alternative zur Antibiotikabehandlung.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 08.01.2024  18:00 Uhr

Kein Fall für die Selbstmedikation

Auch Schwangeren, die an einer symptomatischen BV leiden, rät die Leitlinie zur Behandlung. Diese solle primär mit Clindamycin erfolgen. Alternativ könnten aufgrund vergleichbarer Wirksamkeit Dequaliniumchlorid oder Octenidin in Betracht gezogen werden. Es sei zu beachten, dass eine BV-Therapie bei Schwangeren oft als Off-Label-Anwendung erfolgt, worüber aufgeklärt werden sollte. 

Unabhängig davon, ob die Patientin schwanger ist oder nicht, raten die Leitlinienautoren klar davon ab, eine BV in Eigenregie zu behandeln. Die Therapie sollte nur nach einer vom Arzt bestätigten Diagnose erfolgen.  Eine Selbstmedikation sei aufgrund eines mangelnden Befunds oft nicht angemessen und könne die richtige Diagnose hinauszögern und dadurch die Beschwerden verlängern. Zudem seien BV-Therapeutika wie Clindamycin, Metronidazol und Dequaliniumchlorid ohnehin verschreibungspflichtig.

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