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Tabu überwinden 
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Lauterbach verspricht Gesetz zur Suizidprävention

Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) präsentierte heute eine Nationale Suizidpräventionsstrategie. Die Pläne sehen unter anderem die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Suizidprävention und ein Suizidregister vor.
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 02.05.2024  17:54 Uhr

Suizidrate um 30 Prozent senken

Zur konkreten Umsetzung der genannten Pläne soll eine zentrale bundesweite Koordinierungsstelle zur Suizidprävention geschaffen werden. Diese soll die Maßnahmen koordinieren und vorantreiben und sich dabei eng mit den anderen Akteuren im Bereich Suizidprävention und Gesundheitsversorgung beraten und abstimmen.

Ute Lewitzka ist Vorstandsvorsitzende der »Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention« und stellte die Suizidpräventionsstrategie gemeinsam mit dem Gesundheitsminister vor. Sie sieht die Pläne des BMG als »wichtigen Schritt«, mahnte aber auch eine baldige gesetzliche Umsetzung und eine entsprechende Finanzierung an. »Gelingt es, die Suizidprävention gesetzlich zu verankern, dann kann die Suizidrate substanziell gesenkt werden. Die WHO hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Suizidrate um 30 Prozent zu senken. Ich finde Deutschland sollte ein mindestens genauso ambitioniertes Ziel haben«, erklärte Lewitzka. 

Auch die stellvertretende Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Dagmar Schmidt, äußerte sich am Donnerstag zu den Plänen ihres Parteigenossen Lauterbach: »Der vorgestellte Aktionsplan von Bundesgesundheitsminister Lauterbach wird einen Beitrag dazu leisten, den zuletzt steigenden Trend von Suiziden in Deutschland zu stoppen. Wir müssen nun alle vorhandenen Ressourcen bündeln, um zu verhindern, dass sich so viele Menschen in Deutschland das Leben nehmen.«

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