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Noweda-Generalversammlung
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»Lauterbach fehlt der politische Mut«

Auf der 85. Generalversammlung der Noweda in Essen am Samstag zogen Aufsichtsrat und Vorstand trotz aller Probleme in der aktuellen Gesundheitspolitik eine positive Bilanz des letzten Geschäftsjahres. Außerdem wurde ein neues Modell der Dividendenverteilung vorgestellt und beschlossen sowie zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt.
AutorKontaktKerstin Pohl
Datum 27.11.2023  11:30 Uhr

Neue Dividendenverteilung ab 2024

Auf der Generalversammlung im letzten Jahr wurde ein Dividendenausschuss gegründet, der eine Reform der Dividendenausschüttung erarbeiten sollte. Bedingt durch den demografischen Wandel wurde eine Neufassung erforderlich. Die neue Verteilung der Dividenden wird sukzessive über die nächsten 5 Jahre erfolgen.

Diese Neufassung sieht nun vor, dass im Berufsleben stehende, aktive Apotheker tendenziell einen höheren Anteil an dem Ausschüttungsbetrag erhalten, eine sogenannte Förderdividende. Voraussetzung für diese neue Dividende ist eine intensive Zusammenarbeit mit der Noweda. Über 720.000 Euro Jahresumsatz muss der Apotheker pro Apotheke dazu erwirtschaften. Noweda will so dem Genossenschaftsgedanken Rechnung tragen und für zukünftige Mitglieder attraktiv werden.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 liegt der Anteil der Grunddividende bei 90 Prozent. Bis 2027/2028 wird dieser Anteil dann jährlich um 6 Prozentpunkte sinken bis auf 66 Prozent im Geschäftsjahr 2027/2028.

Die Förderdividende liegt im Geschäftsjahr 2023/2024 bei 6 Prozent. Sie wird sich bis zum Geschäftsjahr 2027/2028 auf 30 Prozent erhöhen.

Die Dividenden für investierende Mitglieder (Investdividenden) hingegen bleiben unverändert bei 4 Prozent.

Diese Neuregelung wurde von Aufsichtsrat und Vorstand zur Abstimmung gebracht und angenommen. Die Änderung der Präambel sowie die Neufassung des § 44 Gewinnverwendung der Noweda-Satzung werden gültig mit Eintrag in das Genossenschaftsregister.

Neuwahlen im Aufsichtsrat

Aufsichtsratsmitglied Apotheker Bernd Roder schied satzungsgemäß aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat aus. Für ihn wurde Apotheker Jens Kosmiky in den Aufsichtsrat gewählt.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Matthias Lempka schied turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat aus, stellte sich erneut zur Wahl und wurde im Amt bestätigt.

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