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Invasive Mücken
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Künftig könnte auch der Norden betroffen sein

In Lastwagen oder den Autos von Urlaubern gelangen Asiatische Tigermücken nach Deutschland. Auch in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern erwarten Experten bald Vorkommen.
AutorKontaktdpa
Datum 16.06.2026  13:00 Uhr

Tigermücken bevorzugen kleine Wassergefäße

Die Tigermücke fliege üblicherweise nur rund 100 bis 200 Meter und breite sich nicht aktiv aus. Eine neue Population entstehe durch die Verschleppung von Mücken oder deren Eiern durch den Menschen.

Um ihre Eier abzulegen, brauchen die Insekten laut Kampen stehendes Wasser - bevorzugt »klein, künstlich, und im Siedlungsgebiet«. Beispiele dafür sind winzige Wassergefäße wie Vogeltränken, Blumenuntersetzer oder Sandförmchen von Kindern, in denen sich Regenwasser sammelt.

Die Eier werden am Rand der Gefäße abgelegt. »Steigt der Wasserstand durch Regen, werden die Eier geflutet und die Larven schlüpfen«, sagt der Experte. Bei rund 25 Grad dauert es ungefähr 12 bis 14 Tage, bis die Mücken schlüpfen.

Asiatische Tigermücke überträgt Krankheiten

Die körperlichen Beschwerden nach einem Stich unterscheiden sich normalerweise nicht von anderen Mückenstichen. Die Asiatische Tigermücke kann jedoch Krankheitserreger wie das Dengue-Virus, das Zika-Virus oder das Chikungunya-Virus übertragen.

Bisher ist in Deutschland allerdings kein Fall bekannt, bei dem eine hier lebende Tigermücke eine solche Erkrankung durch einen Stich übertragen hat. Experten halten das wegen des Klimawandels aber nur für eine Frage der Zeit.

Gewöhnlich sind die ersten Tigermücken frühestens ab Mai unterwegs. In diesem Jahr wurde dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) nach eigenen Angaben aber schon im Februar die erste Tigermücke aus dem Raum Bonn gemeldet.

Asiatische Tigermücken sind nur etwa einen halben bis einen Zentimeter groß und haben auffällige schwarz-weiße Streifen. Dies trifft aber auch auf einige andere Mückenarten in Deutschland zu.

Auch heimische Mücken als Virenüberträger

Krankheiten können aber auch durch die heimische Culex-Mücke übertragen werden, wie das Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg der dpa mitteilte. Diese Mücke kann als Überträger vom West-Nil-Virus dienen.

»In Hamburg gibt es bisher West-Nil-Virus-Nachweise bei Vögeln und bei Pferden, jedoch noch nicht beim Menschen«. Das Virus, das in der Tat vor allem Vögel und Pferde befällt und potenziell tödlich verlaufen kann, war zuletzt in einzelnen Fällen auch in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern festgestellt worden.

Gegen Mückenstiche kann man sich nach Angaben des Instituts durch das Tragen langärmeliger heller Kleidung und das Verwenden von Mückenspray sowie Moskitonetze oder Mückengitter schützen.

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