Krieg im Iran – ein Apotheker berichtet |
»Ich hatte eine Art Befreiung, ich habe geweint und war froh. Leider konnte ich das nicht laut äußern, weil das Kind auf meinem Schoß war und geschlafen hat.« So reagierte unser Podcast-Gast, als er von Ali Chameneis Tod erfuhr.
Chamenei war 37 Jahre lang das politische und religiöse Oberhaupt des Irans. Viele Exil-Iranerinnen und -Iraner machen ihn und die Revolutionsgarde für den Tod Tausender Demonstrantinnen und Demonstranten verantwortlich. Dabei sind nicht nur die diesjährigen, brutal niedergeschlagenen Proteste, sondern auch die der letzten Jahre gemeint.
Auch das Gesundheitswesen war von den Gräueltaten der Revolutionsgarden betroffen. Protestierende wurden in Krankenhäusern festgenommen, ebenso Ärztinnen und Ärzte, die nicht mit dem Regime kooperieren wollten. Auch Apothekerinnen und Apotheker wurden während der Proteste im Iran inhaftiert. Trotz der Internetblockade haben iranisch-deutsche Apothekerinnen und Apotheker den Protestierenden pharmazeutische Ratschläge gegeben.
PZ-Redakteurin Alexandra Amanatidou spricht mit ihrem Gast über die Situation vor Ort. Wie sieht es mit der pharmazeutischen Versorgung aus? Haben Menschen immer noch Zugang zu notwendigen Medikamenten? Mehr dazu im Podcast.