| Alexandra Amanatidou |
| 03.02.2026 18:00 Uhr |
Die Gewalt im iranischen Gesundheitswesen wurde hierzulande von vielen scharf verurteilt. Der CDU-Abgeordnete Sascha van Beek bezeichnete die Situation gegenüber der PZ als »absolutes No-Go« – sowohl aus humanitärer als auch aus völkerrechtlicher Sicht. Er forderte »jegliche Art von Sanktionen«. Mit der Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation durch die Europäische Union sei ein wichtiger Durchbruch erzielt worden. »Jetzt muss jegliche andere Art von politischer und wirtschaftlicher Isolation weiter stattfinden«, sagte van Beek, der im Gesundheits- und Menschenrechtsausschuss der Bundesregierung sitzt.
»Wer Ärztinnen, Pfleger und Rettungskräfte verfolgt, weil sie Verletzte behandeln, erklärt Menschlichkeit zum Verbrechen. Die Bundesregierung muss die Unantastbarkeit der Gesundheitsarbeit fordern«, sagte die Linke-Abgeordnete Stella Merendino, die ebenfalls Mitglied des Gesundheitsausschusses ist, gegenüber der PZ. »Die Verantwortlichen für diese Repression gehören international zur Rechenschaft gezogen«, so Merendino.
»Gesundheitseinrichtungen, medizinisches Personal sowie Patientinnen und Patienten dürfen weder angegriffen noch für politische Zwecke instrumentalisiert werden«, sagte Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, laut einer Pressemitteilung. Auch der Weltärztebund und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben in den vergangenen Tagen das Vorgehen der iranischen Behörden gegen Gesundheitspersonal sowie gegen Patientinnen und Patienten scharf kritisiert.