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Impfangebot in Apotheken
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Keine Zwischenfälle bei Covid-19-Impfungen

Welche Erfahrungen haben die Apotheker bislang bei der Durchführung von Covid-19-Impfungen gemacht? Stößt das Angebot auf Zuspruch bei den Kunden und besteht seitens der Apothekerschaft Interesse daran, in Zukunft noch weitere Impfungen anzubieten? Das Resümee einer aktuellen Befragung des Beratungs- und Forschungsunternehmens May und Bauer ist positiv.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 16.11.2022  12:30 Uhr

Impflinge waren meist Stammkunden

Ausschlaggebend für die Kunden, das Impfangebot zu nutzen, war das große Vertrauen zu ihrer Vor-Ort-Apotheke – wie auch bei der Grippeschutzimpfung. Laut der aktuellen Ergebung waren rund drei Viertel (74,7 Prozent) der Impflinge Stammkunden der jeweiligen Apotheke.

Gefragt danach, welche weiteren Impfungen die Apotheken in Zukunft noch anbieten sollten, nannten die Befragten allen voran die FSME-Impfung, aber auch die Kombinationsimpfung gegen Tetanus/Diphtherie/Pertussis sowie die Herpes-Zoster- und Pneumokokken-Impfung. Allerdings erlaubt es die Personalsituation nur in rund 67,8 Prozent der Apotheken, in denen die Umfrageteilnehmer arbeiten, künftig im großen Stil zu impfen. Drei Viertel gaben aber an, dass zumindest die Räumlichkeiten relativ problemlos zur Verfügung stünden.

Positive Effekte auf die Gesundheit

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass Impfungen in Apotheken nicht nur in den bislang untersuchten Projekten, sondern auch darüber hinaus erfolgversprechend wären. Die Pharmazeuten seien grundsätzlich dazu bereit sowie fachlich und logistisch dazu in der Lage, ein qualitativ hochwertiges und niederschwelliges Impfangebot zu schaffen. Mays Bilanz: »In der weiteren Folge dieser präventiven Maßnahmen ergeben sich erhebliche positive Effekte im Hinblick auf die Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung, die Krankheitskosten der Volkswirtschaft sowie die Ressourcen- und Kapazitätsentlastung des Gesundheitswesens.«

Ob sich auf diese Weise die nationalen Impfquoten in Zukunft den Empfehlungen der WHO annähern könnten, werde entscheidend davon abhängen, ob die Menschen einen einfachen, ortsnahen und schnellen Zugang zur Impfleistung hätten, so May.

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