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Impfgipfel
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Keine zusätzlichen Impfstoffe für Kinder & Jugendliche

Sobald die Zulassung des mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab 12 Jahren erfolgt, sollen diese ab dem 7. Juni in die Impfkampagne eingebunden werden. Das erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Impfgipfel am Donnerstag. Dabei gebe es keine extra reservierten Impfstoffdosen, sondern sie würden sich wie alle anderen auch um einen Impftermin bemühen können. Auf der Agenda standen auch die digitalen Impfnachweise. 
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 27.05.2021  20:16 Uhr

Probleme mit Janssen-Lieferungen

Auf dem Impfgipfel wurden zudem künftige Impfstoff-Lieferungen besprochen. So soll es für nächste Woche (KW 22) laut BMG-Information für Arztpraxen knapp 2,2 Millionen Biontech/Pfizer-Dosen, ca. 310.000 Dosen Astra-Zeneca und mehr als 720.000 Dosen von Janssen geben. In KW 26 sollen die Bundesländer eine Ausgleichslieferung des Biontech-Impfstoffs erhalten, die bei einer ersten zusätzlichen Lieferung in der KW 13 leer ausgingen oder kürzertreten mussten. Ende März 2021 wurden hier vor allem Bayern, aber auch das Saarland oder Thüringen mit extra Impfdosen beliefert, um in Regionen mit hohen Inzidenzen mehr Impfungen durchführen zu können. Allerdings kündigte Merkel auch an, dass es noch große Unsicherheiten beim Impfstoff von Janssen gebe. Hier läge derzeit eine »beträchtliche Anzahl an Dosen« in den USA und müsse aufgrund von Verunreinigungen im Produktionswerk noch von der dortigen Arzneimittelbehörde FDA freigegeben werden.

Postalischer Versand von Impfzertifikaten?

Auch das Thema rund um den digitalen Impfnachweis stand beim heutigen Impfgipfel auf der Agenda. Allerdings wiederholte Merkel am Donnerstagabend lediglich die Zusage, dass die Nachweise spätestens ab Ende Juni 2021 verfügbar sein und dass das Zertifikat europaweit anerkannt werde. Um die Nachweise für Millionen bereits geimpfter Personen nachträglich zu erstellen, sollen auch die Apotheken eine wichtige Rolle spielen, so sieht es eine geplante Gesetzesänderung vor, die der Bundestag vergangene Woche gebilligt hatte. In einer Vorlage des BMG, das im Vorfeld der Konferenz an die Länder verschickt wurde, ist allerdings auch die Rede von einer Lösung per Post. »Für bereits vollständig Geimpfte sind die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden, dass die Impfzertifikate je nach Verfügbarkeit der dafür notwendigen Daten unbürokratisch und aufwandsarm per Post zugesendet werden können.« Deshalb sollen die Länder Personen, die in Impfzentren geimpft wurden, dieses Zertifikat per Post »zeitnah nach Einführung des technischen Systems« zusenden. Mit dem Papier-Formular bekommen die geimpften Personen dann einen QR-Code zugeschickt, den sie lediglich mit dem Handy abscannen müssen. Der digitale Impfnachweis kann dann in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App angezeigt werden. Sollte dieser Post-Versand der QR-Codes, wie es bereits heute in Thüringen im Rahmen eines Modellversuchs möglich ist, bald kommen, könnte das einen möglichen Ansturm geimpfter Personen in den Arztpraxen und Apotheken, reduzieren.

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