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Softwarehäuser passen Preise an
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Kassenabschlag sinkt wieder

Vor zwei Jahren wurde der Kassenabschlag von der Regierung von 1,77 auf 2 Euro je Rx-Packung erhöht, was den Apotheken eine Belastung in dreistelliger Millionenhöhe bescherte. Zum 1. Februar 2025 sinkt der Abschlag nun wieder, so sieht es das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz vor.
AutorKontaktCornelia Dölger
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 07.01.2025  11:00 Uhr

Seit 2007 erhalten die Krankenkassen von den Apotheken auf Rx-Arzneimittel einen so genannten Kassenabschlag als Rabatt, der immer wieder mal angepasst wurde. An dieser Schraube drehte zuletzt das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG), das am 11. November 2022 in Kraft trat. Um das Milliardenloch der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu stopfen, sollten auch die Apotheken zur Kasse gebeten werden, so der Plan des Bundesgesundheitsministeriums (BMG). 

Und so stieg der Abschlag vor rund zwei Jahren von 1,77 Euro auf zwei Euro, befristet auf zwei Jahre. Wie im Gesetz vorgesehen, läuft die Maßnahme zum 31. Januar 2025 aus. Die Preise in der Apothekensoftware werden laut dem Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (ADAS) termingerecht angepasst, die Apotheken müssen sich also nicht selbst darum kümmern.

Die Erhöhung war in der Apothekenwelt als Affront gewertet worden; schließlich hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Apothekenteams beim Apothekertag im September 2022 in München noch für ihren Einsatz während der Coronapandemie gelobt und ihre Bedeutung für das Gesundheitssystem betont. Kurz darauf tauchte der Referentenentwurf zum GKVFinStG auf, der besagte Abschlagserhöhung enthielt.

ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening nannte die Sparpläne zulasten der Apotheken damals einen »Schlag ins Gesicht«. Mit den Zusatzbelastungen würden bewährte Versorgungsstrukturen aufs Spiel gesetzt, warnte auch der Deutsche Apothekerverband (DAV).

Tatsächlich stellte der Schritt für die Apotheken eine merkliche finanzielle Belastung dar; die ABDA bezifferte sie auf 120 Millionen Euro pro Jahr. Das BMG argumentierte damals, dass die Apotheken in der Pandemie ihre Umsätze steigern konnten und die vorgesehenen Sparmaßnahmen somit verkraften könnten. Die Apotheken hätten »einen erheblichen Mehrumsatz im Jahr 2021 in Höhe von 2,5 Milliarden Euro erzielt«, hieß es damals vom BMG. Insoweit werde die Erhöhung des Apothekenabschlags »als verhältnismäßig bewertet«.

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