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GKV-Finanzergebnisse 2022
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Kassen haben 2,2 Milliarden Euro mehr für Arzneimittel ausgegeben

Mit einem Plus 4,8 von Prozent sind die Arzneimittelausgaben erneut überdurchschnittlich gestiegen – im Vergleich zum Schnitt der gesamten Leistungsausgaben. Das teilte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) vergangene Woche mit, als es die vorläufigen Kassenfinanzen für das Jahr 2022 präsentierte.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 13.03.2023  15:30 Uhr

Gesetz soll Arzneimittelausgaben bremsen

Insgesamt sind die Arzneimittelausgaben BMG-Angaben zufolge im Vergleich zu den gesamten Leistungsausgaben überdurchschnittlichen gewachsen. Der Zuwachs von 4,8 Prozent entspricht demnach rund 2,2 Milliarden Euro. In diesem Zusammenhang weist das Ministerium darauf hin, dass seit 2023 nun das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz greift und die Ausgabenentwicklung verlangsamen soll. Für die Apotheken schlägt die Sparmaßnahme seit dem 1. Februar mit dem  auf zwei Euro erhöhten Kassenabschlag zu Buche. Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach (SPD) erachtete den »moderaten Überschuss« der Kassen als einen Beweis dafür, dass die Finanzen »zielgenau stabilisiert« worden seien, und wies auf den zusätzlichen Bundeszuschuss von 14 Milliarden Euro hin.

Die endgültigen Finanzergebnisse für das Gesamtjahr 2022 werden allerdings erst Mitte Juni 2023 vorliegen, gemeinsam mit den Daten aus dem 1. Quartal 2023.

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