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Anhörung 
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Kassen gegen Engpass-Zuschuss für Apotheken

Bei der Anhörung zum sogenannten Lieferengpass-Gesetz am gestrigen Dienstag haben Hersteller, Kassen und Apotheker Änderungen am Gesetzentwurf gefordert. Die Kassen wehren sich gegen die vereinfachten Austauschregeln in Apotheken sowie den damit verbundenen Ausschluss von Beanstandungen und Retaxationen. Ein Teil der Kassenverbände spricht sich zudem gegen die Einführung einer Engpass-Vergütung für Apotheken aus.
AutorKontaktAnne Orth
Datum 01.03.2023  16:35 Uhr

Hersteller für Mehrfachvergabe von Rabattverträgen

Dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) gehen die geplanten Lockerungen bei Rabatt- und Festbeträgen hingegen nicht weit genug, er vermisst einen »größeren Wurf«. Der »Teufelskreis« von immer neueren und schärferen Preisregulierungen müsse durchbrochen werden. Da es Lieferengpässe nicht nur im Bereich der Kinderarzneimittel, Antibiotika und Onkologika gebe, schlägt der BPI weitergehende Strukturveränderungen für Arzneimittel in der Grundversorgung vor. Konkret fordert der Verband, das Preismoratorium abzuschaffen und generell die Mehrfachvergabe von Rabattverträgen zur Pflicht zu machen. »Nur so lassen sich Ausfallrisiken minimieren, zusätzliche Belastungen für Unternehmen vermeiden und mehr Anbietervielfalt und Liefersicherheit erreichen«, formuliert der BPI in seiner Stellungnahme zum Gesetzentwurf.

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