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Menopause
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Kann man den Beginn der Wechseljahre beeinflussen?

Die eine ist mit den Wechseljahren früh dran, die andere spät. Bestimmen allein die Gene, wann es so weit ist? Was kann die Menopause der Mutter über die eigene verraten? Eine Gynäkologin antwortet.
AutorKontaktdpa
Datum 10.08.2026  13:00 Uhr

Wann wird es wohl bei mir so weit sein mit den Wechseljahren? Das fragen sich viele Frauen, auch jüngere. Zum Teil aus bloßer Neugier, zum Teil mit Blick auf eine noch nicht abgeschlossene Familienplanung.

Um das 51. und 52. Lebensjahr herum haben rund die Hälfte der Frauen ihre allerletzte Regelblutung, Menopause genannt. Das schreibt das »Frauengesundheitsportal« des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Der Zyklus kann sich aber auch deutlich früher oder später final verabschieden. Bereits mit einigen Jahren Vorlauf setzen die hormonellen Umstellungen der Prämenopause, später der Perimenopause, ein.

Einen Anhaltspunkt, wann es bei einem selbst so weit sein könnte, gibt es tatsächlich. Denn Mütter und Töchter kommen oft in ähnlichem Alter in die Wechseljahre. »Für die persönliche Einschätzung ist die Menopause der Mutter also ein brauchbarer Richtwert, besonders wenn die Mutter sehr früh oder sehr spät in die Wechseljahre kam«, sagt Dr. Wibke Cornelius, Gynäkologin in Augsburg. »Der Wert ist aber nur eine Wahrscheinlichkeit, keine feste Vorhersage.«

Diese Faktoren können die Wechseljahre vorziehen

Wann eine Frau in die Wechseljahre kommt, bestimmen vor allem die Gene. Das heißt auch: »Der Beginn der Wechseljahre lässt sich nicht gezielt steuern«, sagt Cornelius, die Mitglied des Berufsverbandes der Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF) ist.

Es gibt allerdings Faktoren, die den Zeitpunkt der Wechseljahre leicht vorziehen können, »allerdings um höchstens ein bis zwei Jahre«, sagt Wibke Cornelius. Dazu zählen:

  • Rauchen
  • starker Stress
  • Erkrankungen wie Diabetes mellitus
  • OPs im Bereich von Gebärmutter, Eierstöcken und Eileitern

Bei vorzeitigen Wechseljahren bleibt die Ursache oft unklar

Etwa ein Prozent der Frauen kommt vorzeitig in die Wechseljahre. Davon sprechen Ärztinnen und Ärzte wie Wibke Cornelius, »wenn die Funktion der Eierstöcke vor dem 40. Lebensjahr erlischt«. Betroffene Frauen haben dann keine Regelblutungen mehr.

Das kann eine große Belastung sein, wenn Frauen einen Kinderwunsch, den sie jetzt nicht mehr umsetzen können, aufgeben müssen. 0,3 Prozent der Frauen erleben ihren letzten Zyklus vor dem 35. Lebensjahr.

Auch wenn viele Betroffene die Frage »Warum ich?« quält: »In vielen Fällen von vorzeitigen Wechseljahren lässt sich die zugrunde liegende Ursache nicht genau feststellen«, sagt Cornelius. Auch hier sind vor allem die Gene im Spiel.

»Einen Einfluss hat außerdem, welchen Belastungen – Rauchen, schädigende Medikamente, Bestrahlung, Mangelernährung – die Mutter der Frau während der Schwangerschaft ausgesetzt war«, sagt Wibke Cornelius. Der Grund: Der Eizellvorrat legt sich bereits im weiblichen Embryo an. Startet man mit einer vergleichsweise geringen Anzahl an Eizellen ins Leben, ist dieser Vorrat früher aufgebraucht.

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