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Entlassungen und Umstrukturierung
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Kahlschlag bei Noventi

Der apothekereigene Dienstleistungskonzern Noventi wird massiv verkleinert. Nach Informationen der PZ sollen rund 460 der insgesamt 2300 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren. Der Apotheker-Verein FSA soll zudem eine einmalige Millionen-Zahlung leisten, um die Noventi zu unterstützen. Laut Konzern-Vorstand ist die Rezeptabrechnung aber gesichert.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 10.01.2023  12:25 Uhr

WaWi: Produktlinien werden eingestellt

Und auch auf Produktebene müssen sich die Apotheken auf einige Änderungen einstellen. Im Bereich der Warenwirtschaft will sich die Noventi künftig nur noch auf die Linien Prokas und AwintaOne fokussieren. Die drei Linien jump, Infopharm und Pharmasoft werden nicht weiter ausgebaut, sondern nur noch gemäß den gesetzlichen Vorgaben in Betrieb gehalten. Des Weiteren kündigte der Vorstand auch die Streichung ganzer Produktlinien an – welche Linien betroffen sind, wurde allerdings nicht kommuniziert.

Geldspritze aus der Standesvertretung

Schließlich erhält die Noventi auch noch eine Finanzspritze aus der Standesvertretung der Apotheker. Laut Protokoll hat es in den vergangenen Monaten einen »Schulterschluss« mit den Apothekerverbänden gegeben. Der Alleinaktionär und Apotheker-Verein soll demnach eine Kapitaleinzahlung in Höhe von 20 Millionen Euro getätigt haben. Nach Informationen der PZ wollen auch die Landesapothekerverbände Baden-Württemberg und Bayern sich an dieser Zahlung beteiligen.

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