Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Herbstgrasmilben
-
Juckreiz ohne Mückenstich

Im Sommer sind viele kleine Tierchen unterwegs, die stechen oder beißen. Nicht ganz so bekannt wie Mücken oder Zecken sind Herbstgrasmilben, die starken Juckreiz verursachen können.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 31.07.2026  10:45 Uhr
Wie kann man sich vor Herbstgrasmilben schützen?

Wie kann man sich vor Herbstgrasmilben schützen?

Durch den Juckreiz nehmen viele Menschen diese Milbenart erst wahr. Die Milbenlarven sind laut Christian ungefähr 0,25 Millimeter groß. Wenn sie sich vollgesogen haben, schwellen sie an und können bis zu 0,7 Millimeter groß sein. Das heißt, Herbstgrasmilben sind für das menschliche Auge nur schwer erkennbar.

Auch wenn sie Herbstgrasmilben oder nur Herbstmilben genannt werden, treten die Tierchen laut den Experten mit dem Beginn des Sommers auf. Ihre Hochzeit haben sie demnach im Juli und August.

Vor allem Menschen, die viel in der Natur unterwegs sind, können von Bissen der Herbstgrasmilbe betroffen sein. Wer sich im Freien aufhält, kann zum Schutz vor den Spinnentieren lange Kleidung sowie festes Schuhwerk tragen und die Hose in die Socken stecken, wie Christian rät. Deswegen sollte auch vermieden werden, barfuß über Wiesen zu gehen, so die DRK-Sprecherin. Nach Aufenthalten im Freien ist ihr zufolge neben einer Dusche zudem das Waschen der getragenen Kleidung bei 60 Grad ratsam, um die Milben zu entfernen.

Auch wenn der Biss der Spinnentiere lästig ist, spielen die Herbstgrasmilben eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf. Als erwachsene Tiere ernähren sie sich den Angaben nach von kleinen Gliederfüßern und Insekteneiern und sind damit Teil des Bodenökosystems.

Befallen Herbstgrasmilben auch Haustiere?

Die Spinnentiere können auch bei Tieren einen Juckreiz auslösen. Vor allem bei Hunden merke man das in den Sommermonaten sehr stark, sagt Christiane Bärsch von der Bundestierärztekammer. Sie können an allen Körperteilen, die mit dem Gras Kontakt haben, von den Milben befallen werden, seien es Beine, Bauch oder auch die Schnauze.

Für Tiere gebe es spezielle Schutzmittel, die die Parasiten vom Stechen abhalten sollen. »Man muss wirklich darauf achten, dass man da keine humanmedizinischen Sachen verwendet«, erklärt Bärsch. »Wir haben ja zum Beispiel einen anderen pH-Wert in der Haut als die Tiere – und das kann dann oft wirklich reizend wirken.«

Zudem empfiehlt die Tierärztin, nach einem Spaziergang alle Pfoten, den Bauch sowie die Leisten abzuspülen. Wenn das Tier auffällig viel kratzt und an den betroffenen Stellen leckt, sollte man sich tierärztlichen Rat einholen.

Mehr von Avoxa