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Universität Münster
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Infektionskrankheiten auf der Spur

Im Rahmen des 25. Pharmschool-Symposiums präsentierten die Pharmaziestudierenden des 8. Semesters der Universität Münster am 26. Juni ihre Forschungsergebnisse aus dem interdisziplinären Projekt im Hauptstudium. In diesem Sommer stand das Symposium unter dem Oberthema Infektionskrankheiten.
AutorKontaktRobin Baumbach
AutorKontaktPaula Schroer
Datum 03.08.2026  17:10 Uhr

Der Tag startete mit Grußworten des Institutsdirektors und Mitbegründers des Projekts, Professor Dr. Klaus Langer, der einen Rückblick auf die Geschichte der Pharmschool gab. In diesem Zuge lobte er auch die positive Entwicklung der Symposien, die von Semester zu Semester stetig an Qualität zunahmen.

Auch Professor Dr. Georg Hempel als Vertreter der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) sowie die Studierenden selbst hießen die Anwesenden herzlich willkommen.

Einblick in die Projekte

Insgesamt acht Gruppen, die je zu unterschiedlichen Erkrankungsfeldern geforscht hatten, präsentierten stolz ihre Ergebnisse in Form eines 15-minütigen Publikumsvortrags sowie eines wissenschaftlichen Posters, das im Foyer des Instituts ausgestellt wurde. Die Projekte, die dabei entstanden, zeichneten sich durch ihre große thematische Vielfalt aus.

So entwickelte die Gruppe »Auge« ein Schulungsvideo für pharmazeutisches Personal über die Anwendung von Ophthalmika, um sowohl die Beratungskompetenz als auch den allgemeinen Wissensstand zur Anwendung von Augenarzneimitteln zu stärken.

Die Gruppe »Haut und Weichteile« hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Behandlung von Lippenherpes zu optimieren. Sie entwickelte einen Lippenpflegestift mit Melissenextrakt zur Prophylaxe sowie ein 2-in-1- Hydrokolloidpflaster mit Aciclovir zur Akuttherapie.

Moderne Arzneiformen und neuartige technologische Formulierungen waren auch bei anderen Vorträgen vertreten: Die Gruppe »Mykosen« forschte zu Liposomen und der Verpackung von lipophilen Antimykotika zur lokalen Anwendung bei pulmonalen Mykosen. Die Teilnehmer der Gruppe »Urogenitaltrakt« präsentierten ihre Ergebnisse zu der Frage, ob ein Gleitgel mit Mannose die Übertragung von Infektionskrankheiten im Urogenitaltrakt reduzieren kann. Die Gruppe »Protozoen und mehrzellige Parasiten« beschäftigte sich mit Schwarzkümmelöl und der Frage, ob dieses antihelminthisch wirksam ist.

In den Pausen hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, sich die Poster der Studierenden genauer anzusehen und mit den Gruppen ins Gespräch zu kommen. Außerdem waren viele Sponsoren aus der pharmazeutischen Branche vor Ort, die Einblicke in die Berufswelt verschiedener Unternehmen lieferten und als Ansprechpartner zur Verfügung standen.

Gastvorträge

Weitere Highlights des Tages stellten die beiden Gastvorträge dar: Professor Dr. Timo Strünker vom Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie Münster teilte spannende Erkenntnisse über die Bewegungsmuster von Spermien, Lockstoffe von Eizellen und das Zusammenspiel bis zur Befruchtung. Auch die Konsequenzen für männliche (Un-)Fruchtbarkeit und die daraus entstehenden neuen Möglichkeiten in der Kontrazeption und Reproduktionsmedizin waren Teil der angeregten Diskussion im Plenum.

Am Nachmittag referierte Professor Dr. Nicole Teusch, Leiterin des Instituts für Pharmazeutische Biologie und Biotechnologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, zu Potenzialen in der Tumor- und Arzneimittelforschung durch den Einsatz humaner 3D-Zellmodelle. Diese sollen den Tumor und sein Mikromilieu möglichst realistisch nachbilden und kommen dabei dem menschlichen Körper deutlich näher als klassische Zellkulturen.

Preisverleihungen und Danksagung

Am Ende des Nachmittages wurden die besten Gruppen mit Preisen ausgezeichnet. Dabei erhielt die Gruppe »Mykosen« den Vortragspreis sowie die Gruppen »Auge« und »Urogenitaltrakt« den Posterpreis. Außerdem wurde der Goldene Spatel von der Studierendenschaft an eine Lehrperson mit herausragender Lehre verliehen. In diesem Jahr erhielt diesen Preis Professor Dr. Marcel Bermúdez, der die Vorlesung Pharmazeutische und Medizinische Chemie im Hauptstudium maßgeblich und positiv prägt.

Besonders bedanken möchte sich das Abschlusssemester bei den zahlreichen Sponsoren, die diese Veranstaltung ermöglicht haben. Ein großer Dank gilt außerdem dem Pharmschool-Team sowie allen Mentoren und Mentorinnen für die Unterstützung in den letzten zwei Jahren.

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