| Brigitte M. Gensthaler |
| 02.08.2022 09:00 Uhr |
Nur wenige Tage nach der Zulassungserweiterung für Colitis-ulcerosa-Patienten ließ die Europäische Kommission Upadacitinib auch zur oralen Behandlung von Erwachsenen mit aktiver nicht röntgenologischer axialer Spondyloarthritis zu. Die Spondyloarthritis ist eine chronisch-progressive rheumatische Skeletterkrankung, die Gelenkentzündungen verursacht und zu Rückenschmerzen und Steifigkeit führt. Sie kann in zwei Untergruppen unterteilt werden, die klinisch als ankylosierende Spondylitis (AS, früher Morbus Bechterew genannt) und nicht röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA) definiert werden.
In der neuen Indikation nehmen die Patienten einmal täglich 15 mg Upadacitinib ein (wie bei rheumatoider Arthritis und Psoriasis-Arthritis). In einer Phase-III-Zulassungsstudie (NCT04169373) erreichten die Patienten unter dem JAK-Hemmer im Vergleich zu Placebo eine klinisch bedeutsame Krankheitskontrolle. 45 Prozent der Patienten mit nr-axSpA erreichten in Woche 14 ein vorab definiertes Ansprechen (23 Prozent unter Placebo), meldet AbbVie.