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Revolution durchs Internet

04.09.2000
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-ComputerpraxisGovi-VerlagGESUNDHEITSWESEN 

Revolution durchs Internet

dpa-Artikel

Die Möglichkeiten des Internets und anderer neuer Kommunikationsmittel verändern zunehmend auch das deutsche Gesundheitswesen. "Durch das Internet ist eine Revolution insbesondere des Arzt-Patienten-Verhältnisses in Gang gekommen", erklärte der Präsident der Europäischen Gesellschaft für Medizininformatik (European Federation for Medical Informatics/MIE), Rolf Engelbrecht in einem dpa-Gespräch. Patienten könnten sich künftig besser über Krankheiten und die eigenen medizinischen Daten informieren.

"Nun sind Patienten immer mehr in der Lage, sich selbst die nötigen Informationen zu beschaffen", sagte der 56 Jahre alte Wissenschaftler am Rande des Kongresses "Internet und Medizin". So könnten die Betroffenen in den meisten Krankheitsfällen ohne Probleme entsprechende Krankenhäuser und Ärzte samt Leistungsprofilen per Mausklick finden. "Auf diese Weise entwickelt sich der Patient zum gut informierten Partner des Arztes bei der gemeinsamen Suche nach einer geeigneten Behandlung." Ferner biete das Internet dem Patienten mittelfristig die Möglichkeit, Krankheitsdaten vollständig und zu jeder Zeit abzurufen. Das erleichtere den Arzt-Wechsel.

"Außerdem können chronisch Kranke wie beispielsweise Diabetiker fernüberwacht werden", sagte Engelbrecht. In einem solchen Fall würden an das Internet angeschlossene Messinstrumente einen kritischen Blutzuckerspiegel melden. "So ist es den Betreuern möglich, sofort Gegenmaßnahmen einzuleiten, ohne die ganze Zeit vor Ort sein zu müssen."

Das Hauptproblem dieser Entwicklung sieht Engelbrecht in der Qualitätsbeurteilung der bereitgestellten Informationen. "Der normale Patient muss erkennen können, was er von einem Arzt im Internet zu halten hat. Deshalb arbeiten Fachgesellschaften wie die Ärztliche Zentralstelle für Qualitätssicherung bereits an entsprechenden Leitlinien. Es ist jedoch schwierig, diese möglichst allgemein gültig zu formulieren." Den Schutz von Patientendaten hält Engelbrecht dagegen für "ein Problem, das wir bald in den Griff bekommen werden." Top

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