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Transplantationspatienten
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Impfungen im Blick haben

Impfungen sind für Transplantationspatienten wegen der lebenslangen Immunsuppression enorm wichtig. Apotheker können dabei unterstützen, Impflücken zu identifizieren und zur Impfprävention beraten. Sie sollten daher standardmäßig in das interdisziplinäre Team des Transplantationszentrums integriert werden.
AutorKontaktVincent-Christoph Klaus
Datum 18.02.2026  08:00 Uhr
Vertrauen beeinflusst Impfbereitschaft

Vertrauen beeinflusst Impfbereitschaft

Ein zentrales Ziel der Untersuchung war es, Faktoren zu identifizieren, die mit höheren Impfquoten assoziiert sind. Dabei erwies sich das Vertrauen in Impfungen als entscheidender Prädiktor: Patienten mit größerem Vertrauen zeigten eine deutlich höhere Impfbereitschaft und berichteten zugleich über weniger Angst vor Nebenwirkungen. Im Beratungsgespräch sollte daher aktiv das Vertrauen gestärkt werden und individuelle Bedenken sollten im persönlichen Gespräch aufgegriffen werden.

Von Apothekern initiierte Maßnahmen können nachweislich dazu beitragen, die Impfquoten zu steigern. Besonders wirksam sind strukturierte Beratungsangebote zur Infektionsprävention. Perspektivisch ist es sinnvoll, Apotheker in das interdisziplinäre Team des Transplantationszentrums zu integrieren, wie es in anderen Ländern Standard ist.

Neben dem Impfschutz sollen dabei auch Adhärenz sowie pharmazeutische Aspekte der Immunsuppression und möglicher Komedikation thematisiert werden. Eine solche interprofessionelle Betreuung kann langfristig dazu beitragen, vermeidbare Infektionen zu reduzieren und den Therapieerfolg nach Transplantationen nachhaltig zu sichern.

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