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AOK Nordwest
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Immer mehr Schaden durch Abrechnungsbetrug 

Jahr für Jahr entstehen Millionenschäden durch Abrechnungsbetrug. Die AOK Nordwest ermittelt aktuell in 1670 Fällen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Von besonderer Bedeutung sind demnach Rezeptfälschungen für sogenannte »Abnehmspritzen«. 
AutorKontaktPZ
Datum 18.03.2026  12:04 Uhr

Rezeptfälschungen in Apotheken 

Die Ortskassen listen in ihrer Mitteilung Beispiele für Betrugsfälle auf. Von besonderer Bedeutung seien unter anderem die bundesweit aufgetretenen Rezeptfälschungen bei den sogenannten »Abnehmspritzen«. Diese sind nur für Patienten mit bestimmten Diabetes-Erkrankungen abrechnungsfähig. Doch da sie auch zur Gewichtsabnahme eingesetzt werden können, ist laut der AOK ein nicht unerheblicher Schwarzmarkt entstanden. Gut organisierte Kriminelle versuchten, die Medikamente mit Rezeptfälschungen in Apotheken zu erhalten und illegal weiterzuverkaufen. Dadurch ist allein der AOK Nordwest bislang ein Schaden in Höhe von rund 345.000 Euro entstanden.

Die Geldrückflüsse von insgesamt rund 7,5 Millionen Euro in den vergangenen zwei Jahren setzen sich laut AOK durch erfolgreiche Rückforderungen in den folgenden wesentlichen Bereichen zusammen: Arznei- und Verbandsmittel (3,63 Millionen Euro), häusliche Krankenpflege (2,8 Millionen Euro), versichertenbezogene Leistungen (367.000 Euro), Heilmittel (340.000 Euro), zahnärztliche Leistungen (46.000 Euro), Hilfsmittel (45.000 Euro) und ärztliche Leistungen (9.800 Euro).

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