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Fehlzeiten-Report der AOK
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Immer mehr Ausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen

Die krankheitsbedingten Fehlzeiten sind in Deutschland 2025 und im ersten Halbjahr 2026 leicht zurückgegangen. Gleichzeitig fallen immer mehr Arbeitnehmer aufgrund psychischer Erkrankungen aus. Allein die Zahl der Burnout-Diagnosen ist seit 2016 um 77 Prozent gestiegen.
AutorKontaktPZ
Datum 12.10.2026  12:40 Uhr

21,6 Milliarden Euro für Krankengeld

Die Relevanz des Themas »Mentale Gesundheit in der Arbeitswelt« spiegele sich auch in den Statistiken zum Krankengeld wider, betonte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, in der Pressemitteilung der AOK. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für das Krankengeld steigen seit vielen Jahren. 2025 machten sie nach vorläufigen Daten mit 21,6 Milliarden Euro etwa 6,1 Prozent der GKV-Gesamtausgaben aus.

Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es noch 11,2 Milliarden Euro, was damals einem Anteil von 5,2 Prozent an den Gesamtausgaben entsprach. »Dieser Anstieg hat unter anderem mit einer höheren Erwerbsquote und mit gestiegenen Löhnen zu tun. Aber auch die Fallzahlen und insbesondere die Dauer je Fall steigen. Hierbei sind die psychischen Erkrankungen ein wichtiger Faktor«, betonte Reimann.

So sei die Zahl der Krankengeldfälle wegen psychischer Erkrankungen zwischen 2021 und 2025 um knapp 25 Prozent gestiegen, während sie bei somatischen Erkrankungen wie beispielsweise Rückenbeschwerden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen insgesamt rückläufig sei. Auch bei den Ausgaben schlagen die psychischen Erkrankungen durch: Während bei den somatischen Erkrankungen zwischen 2021 und 2025 eine Steigerung um 27 Prozent zu verzeichnen war, lag der Anstieg bei den psychischen Erkrankungen bei 54 Prozent. »Das hat auch mit den überdurchschnittlich langen Falldauern bei diesen Erkrankungen zu tun«, so Reimann.

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