Mehr als jeder zehnte Erwachsene in Deutschland leidet an Heuschnupfen. / © Adobe Stock/mkrberlin
Heuschnupfen ist hierzulande die häufigste Allergie: Schätzungsweise 15 von 100 Erwachsenen sind laut dem Portal »gesund.bund.de« davon betroffen, Frauen etwas häufiger als Männer. Immerhin: Ein paar Dinge können Betroffene tun, um besser mit ihrer Pollenallergie zu leben.
Was passiert überhaupt bei einer Pollenallergie im Körper? Unser Immunsystem meint es einfach nur gut mit uns, schießt dabei aber über das Ziel hinaus. Konkret deutet es Blütenstaub beziehungsweise die darin enthaltenen Eiweiße fälschlicherweise als Gefahr, wenn sie auf unseren Schleimhäuten landen – und wehrt sich dagegen. Dabei kommt es zur Ausschüttung des Botenstoffs Histamin, das die klassischen Allergiesymptome auslöst.
»Wenn ich gerötete, juckende Augen, Niesreiz und eine laufende Nase habe, vielleicht auch ein Kratzen im Hals, spricht das für eine Pollenallergie«, sagt Allergologe Professor Dr. Torsten Zuberbier von der Berliner Charité, der Vorsitzender der Europäischen Stiftung für Allergieforschung Ecarf ist.
Der Verdacht erhärtet sich umso mehr, wenn die Symptome nicht nach wenigen Tagen wieder verschwinden und vor allem, wenn sie stets in einem bestimmten Zeitraum im Jahr und vor allem draußen auftreten. Wer auf Frühblüher wie Hasel und Erle reagiert, kann – abhängig von der Witterung – schon ab Februar Symptome erleiden, im März kommt dann die Birke hinzu. Die Hauptsaison für eine Allergie gegen Gräserpollen setzt im Mai ein und dauert etwa bis Ende Juli, so der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB).
Wo und wie kann ich abklären lassen, ob es Heuschnupfen ist? Hier ist ein Facharzt mit der Zusatzbezeichnung Allergologie die richtige Adresse. Typischerweise sind das Haus-, Haut-, HNO- oder Lungenärzte.
Wer dort gut vorbereitet aufkreuzen möchte, kann vorab eine Zeit lang ein Allergie-Tagebuch führen, also festhalten: Wann genau hatte ich welche Beschwerden? Nutzen kann man dafür eine Vorlage des Allergieinformationsdienstes.
Bei der Diagnostik führt der Arzt in der Regel einen sogenannten Prick-Test durch – bringt also Lösungen mit verschiedenen Allergenen in die Haut ein. Liefert diese Untersuchung kein klares Ergebnis, schließt sich eine Blutuntersuchung an. Dabei wird geprüft, ob darin bestimmte Antikörper nachweisbar sind.