Apothekerin Juliane Hermes (rechts) bei der Blutdruckmessung von Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs (sitzend). Mit dabei: Professor Dr. Gerd Assmann (Gründer und Vorstandsvorsitzender der Assmann-Stiftung für Prävention), Gabriele von Elsenau Overwiening (Präsidentin AKWL, rechts) und Dr. Claudia Brüning (Vorstandsmitglied AKWL und Kuratoriumsmitglied der Assmann-Stiftung für Prävention). / © AKWL/Sokolowski
Die Vor-Ort-Apotheken in Westfalen-Lippe und die Assmann-Stiftung für Prävention setzen ihre gemeinsame Kampagne »Ihre Apotheke mit Herz« fort. Die Aktion findet bereits zum vierten Mal statt. Es geht um die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. »In teilnehmenden Apotheken werden rund um den 7. Juni Blutdruckmessungen angeboten«, teilte die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) mit. Auf Wunsch könne man sich außerdem das individuelle Herzalter über einen digitalen Fragebogen bestimmen lassen.
Die Daten beruhen laut Assmann-Stiftung auf 25-jähriger Forschungsarbeit. Wissenschaftliche Basis ist die sogenannte PROCAM-Studie. Es fließen ein: Alter, Geschlecht, Gewicht und Körpergröße für den BMI, Angaben zu Diabetes, Blutdruck, Rauchen, Herzinfarkten in der Familie, Einnahme von Blutdrucksenkern und falls vorliegend Lipidwerte.
Als einer der Ersten ließ sich Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs in der Münsteraner Phoenix-Apotheke von Inhaberin Juliane Hermes den Blutdruck messen und nutzte anschließend den digitalen Herzalter-Check. Es darf verraten werden, dass der 56-Jährige mit einem Herzalter von 47 Jahren punkten kann. »Trotz des hohen Risikos durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist das Thema bei vielen Menschen nicht im Fokus«, glaubt Fuchs und unterstützt deshalb die Kampagne. Zudem stellte er laut AKWL die Bedeutung der Apotheken in der Prävention und in ihrer Funktion als soziale Orte heraus.
»Unsere Apotheken vor Ort sind oft der erste Anlaufpunkt, wenn Menschen Fragen zu ihrer Gesundheit haben«, erklärte AKWL-Präsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening. »Mit dieser Kampagne zeigen wir, wie niedrigschwellige Prävention ganz konkret aussieht.«
Apothekerin Juliane Hermes berichtet: »Viele Patientinnen und Patienten nutzen die Gelegenheit für einen spontanen Herzalter-Check. Gerade niedrigschwellige Angebote wie dieses können entscheidend sein, um Risiken frühzeitig zu erkennen.«
In Deutschland leiden etwa 20 bis 30 Millionen Menschen unter Bluthochdruck. »Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine der häufigsten Ursachen für eine eingeschränkte Lebensqualität und vorzeitigen Tod. Das wollen wir mithilfe der Initiative ändern und das Herzalter deutschlandweit bestimmen«, betont Stiftungsgründer und Vorstandsvorsitzender Professor Dr. Gerd Assmann.