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Finanzierung
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Heftige Debatte über Krankenkassen-Defizit

Fehlen den Krankenkassen im kommenden Jahr 17 Milliarden Euro - oder sind es sogar 25 Milliarden? Noch liegen die Prognosen weit auseinander. Umso heftiger wird darüber diskutiert, was getan werden soll.
AutorKontaktdpa
Datum 15.06.2022  11:50 Uhr
Bürgerinnen und Bürger brauchen Planungssicherheit

Bürgerinnen und Bürger brauchen Planungssicherheit

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Tino Sorge, forderte: »Die Bundesregierung muss (...) jetzt Maßnahmen ergreifen, um Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Kranken- und Pflegekassen zu ermöglichen.« Lauterbach müsse einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch meinte: »Höhere Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr wären fatal.« Für Gering- und Normalverdiener seien sie unzumutbar. »Gesundheitsminister Lauterbach sollte sich das Geld bei den Spitzenverdienern holen und Gering- und Normalverdiener verschonen», sagte Bartsch der dpa. Nötig seien der Einstieg in die Bürgerversicherung und eine gerechte Finanzierung des Gesundheitssystems.«

Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander sagte: »Achselzuckend die Beiträge steigen zu lassen, ist keine Lösung.« Die grundlegenden Defizite im Gesundheitswesen dürften aber nicht mit kreditfinanzierten Zuschüssen übertüncht werden. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel hingegen forderte: »Für eine verlässliche Gesundheitsversorgung muss sich der Bund stärker an der Finanzierung der Krankenkassen beteiligen.« Die Krankenkassen müssten solide und krisenfest finanziert werden.

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