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E-Rezept
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HBA für Pharmazieingenieure von der Gematik?

Wenn das E-Rezept – wie gesetzlich vorgeschrieben – am 1. Januar 2022 startet, müssen nicht nur Apotheker in der Lage sein, die digitalen Verordnungen zu bearbeiten. Auch Pharmazieingenieure und Apothekerassistenten benötigen einen elektronischen Heilberufsausweis, um die Verordnungen nötigenfalls zu signieren. Doch wer stellt diese aus? Eine Lösung zeichnet sich ab: Die Gematik könnte dies tun.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 18.08.2021  09:00 Uhr
Gematik wäre in der Lage zur HBA-Verteilung

Gematik wäre in der Lage zur HBA-Verteilung

Und in der Tat wäre die Gematik grundsätzlich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Eine Sprecherin bestätigte gegenüber der PZ: »Ja, die Gematik wäre technisch und fachlich in der Lage, Pharmazieingenieuren HBAs auszustellen.« Allerdings wies die vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) kontrollierte Gesellschaft darauf hin, dass aus ihrer Sicht offiziell die ABDA dafür zuständig sei. Zu näheren Prozessen bei der HBA-Verteilung wolle man sich daher erst äußern, wenn die Gespräche über die »Herausgabeverantwortung« geklärt seien.

Nach Informationen der PZ ist es allerdings noch ein steiniger Weg, bis die Gematik die HBA-Ausgabe starten kann. Denn nicht nur die Bundesländer müssten einer solchen Zwischenlösung zustimmen. Auch die Gesellschafterversammlung der Gematik, die zu 51 Prozent vom BMG kontrolliert und in der auch der Deutsche Apothekerverband (DAV) sitzt, müsste wohl noch ihr Okay geben. Ob die rund 5000 oben genannten Apothekenmitarbeiter bis zum E-Rezept-Start mit einem HBA versorgt sind, steht also noch in den Sternen.

Immerhin: Die Frage nach der Finanzierung der HBA für Pharmazieingenieure ist seit Kurzem geklärt. Wie die PZ bereits berichtete, haben sich der DAV und der GKV-Spitzenverband vor einigen Monaten schon auf eine Deckung der Kosten durch die Kassen geeinigt.

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