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Update Reiseimpfungen
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Gut geschützt unterwegs

Neue Impfstoffe, neue Empfehlungen – in der Reisemedizin hat sich einiges verändert. Neben klassischen Tropenkrankheiten sollte auch auf häufige Atemwegsinfektionen geachtet werden.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 18.03.2026  18:00 Uhr

Die Neuen: Dengue- und Chikungunya-Impfstoffe

Gut etabliert hat sich inzwischen auch die Impfung gegen Dengue, für die zwei Impfstoffe zugelassen sind, wobei nur einer – Qdenga® von Takeda – einsetzbar ist. Die Vakzine Dengvaxia® von Sanofi sei wegen des sogenannten Antibody-dependent Enhancings (ADE), also einer verstärkten Erkrankung bei Geimpften, nicht mehr verfügbar. Bei Qdenga sei dieses Phänomen nicht zu beobachten.

Der Impfstoff sei Studien zufolge gut verträglich – auch wenn er zusammen mit anderen Impfstoffen etwa gegen Tollwut, Typhus oder Japanische Enzephalitis gegeben wurde. Weltweit seien inzwischen mehr als 20 Millionen Dosen appliziert worden, vor allem in großen Impfkampagnen in Südamerika, und es gebe keine Signale für ein ADE, berichtete Jelinek.

Ein Problem gebe es aber: Die Schutzwirkung gegen Serotyp 3 (DENV-3) falle gering aus. Insgesamt – über alle Serotypen hinweg – betrage die Schutzwirkung 80 Prozent gegen Infektionen und mehr als 90 Prozent gegen Komplikationen. Der Lebendimpfstoff sollte Reisenden in Endemiegebiete angeboten werden. Schwangere, Stillende, Immunsupprimierte und Kinder bis zum fünften Geburtstag dürfen ihn nicht erhalten.

Auch gegen Chikungunya stehen inzwischen zwei Vakzinen zur Verfügung; bei beiden ist nur eine Impfdosis nötig, um eine gute Schutzwirkung zu induzieren. Bei Ixchiq® handelt es sich um einen Lebendimpfstoff, bei Vimkunya® um einen Totimpfstoff. Für Letzteren gebe es Daten, dass die Antikörperantwort rasch auftrete, was bei  kurzfristigen Impfungen nicht unerheblich sei. Für den Lebendimpfstoff lägen dagegen schon Langzeitdaten vor, die einen mindestens vierjährigen Schutz zeigten.

Während die STIKO die Impfung nur für Reisende in Ausbruchsgebiete empfiehlt, spricht sich die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin (DFR) dafür aus, die Impfung für Reisende in Endemiegebiete insgesamt zu erwägen. Die Begründung: Zum Zeitpunkt einer notwendigen Impfung (also Wochen vor der Abreise) könne man nicht absehen, wo zum Zeitpunkt der Reise Ausbrüche vorliegen.

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