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Finnland
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Gut 40 Prozent der Apotheken droht Bankrott

Die finnische Regierung plant Kürzungen und Reformen im Apothekensektor. Viele Betriebe könnte das in die Insolvenz stürzen. Der Apothekerverband fordert eine Strukturreform und wirbt für die Vorteile pharmazeutischer Beratung.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 10.07.2024  12:18 Uhr
Finnen bringen ungenutzte Medikamente zurück

Finnen bringen ungenutzte Medikamente zurück

Eine andere Studie hatte kürzlich ergeben, dass viele Finnen Arzneimittel ungenutzt zurückgeben. Auch darauf hatte der Verband aufmerksam gemacht. Der Wert beläuft sich laut der Befragung auf 81 Millionen Euro pro Jahr. Neben Medikamenten haben die Finnen auch Nahrungsergänzungsmittel sowie CE-gekennzeichnete Medizinprodukte retourniert. Am häufigsten trugen die Finnen demnach Schmerzmittel, vor allem mit Paracetamol, zurück in die Offizinen.

Als Gründe nannten die Patienten die kurze Haltbarkeit der Präparate nach dem Öffnen, die Verbesserung ihrer Erkrankungssymptome, generell zu große Packungen beziehungsweise die Umstellung auf ein anderes Medikament. Angesichts der Ergebnisse hatte der finnische Apothekerverband vorgeschlagen, neue Behandlungen stets mit der kleinsten Packungsgröße zu starten.

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