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Zulassungsempfehlung
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Grünes Licht für Lenacapavir als HIV-PrEP

Zur Behandlung einer HIV-Infektion ist das lang wirksame HIV-Medikament Lenacapavir bereits zugelassen. Nun empfiehlt die Europäische Arzneimittelagentur (EMA), den Wirkstoff auch als Präexpositionsprophylaxe (PrEP) zuzulassen.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 25.07.2025  15:46 Uhr

Prüfung in zwei Verfahren

In der Regel folgt die Europäische Kommission, die über die Zulassung entscheidet, der Empfehlung der EMA. Sobald sie final grünes Licht gibt, werden vermutlich sowohl das Präparat zur Behandlung als auch das zur Prävention in Deutschland auf den Markt kommen. Die positive Stellungnahme der EMA sei »ein wichtiger Schritt hin zu einer neuen HIV-Präventionsoption, die dazu beitragen könnte, die vielfältigen Bedürfnisse der Menschen in ganz Europa zu erfüllen und das EU-Ziel, bis 2030 keine neuen HIV-Infektionen mehr zuzulassen, zu erreichen«, kommentierte Dr. Jean-Michel Molina von der Université Paris Cité in einer Pressemitteilung des Herstellers.

Yeytuo wird gleichzeitig im zentralisierten EU-Zulassungsverfahren und im Programm »EU-Medicines for all« (EU-M4all) geprüft. Letzteres soll den Zugang zu wichtigen Medikamenten in Ländern außerhalb der EU erleichtern. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits eine Empfehlung zum Einsatz der Lenacapavir-PrEP ausgesprochen hat, ist zu erwarten, dass sie schnell international breite Anwendung finden wird.

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