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Entwurf zum Wahlprogramm
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Grüne wollen Apothekenfinanzierung reformieren

Das Wahlprogramm der Grünen verspricht eine Auseinandersetzung mit der Apothekenfinanzierung. Die Reform solle sich an einer »flächendeckenden und effizienten Versorgung« orientieren. Die Krankenhausreform soll anders finanziert werden als bislang geplant. Und Künstliche Intelligenz soll die Digitalisierung im Gesundheitssystem vorantreiben.
AutorCornelia Dölger
Datum 16.12.2024  12:26 Uhr

Dass die Apothekenhonorierung reformbedürftig ist, ist mittlerweile parteiübergreifend Konsens. Auch die Grünen sehen Bedarf für strukturelle Veränderungen und thematisieren dies in ihrem Entwurf zum Wahlprogramm, der der PZ vorliegt. Am 26. Januar 2025 soll ein Parteitag über die finale Fassung des Programms entscheiden, bis dahin ist es ein Entwurf.

In dem kursierenden knapp 70-seitigen Papier »Zusammen wachsen« geht es an einer Stelle um Apotheken. Deren Finanzierung wollen die Grünen »im Hinblick auf eine gute, flächendeckende und effiziente Versorgung reformieren«, kündigen sie in Kapitel 2 »Einfach dabei sein – fair und bezahlbar« an. Reformbedarf sehen die Grünen auch bei der Notfallversorgung und beim Rettungsdienst.

Es gehe darum, die aktuelle Verunsicherung »in neue Sicherheit zu verwandeln«. Es gelte, gute Rahmenbedingungen zu schaffen. »Alle müssen sich darauf verlassen können, dass der Staat die Institutionen bereithält, die sie unterstützen: verlässliche Kitas, gute Schulen, eine zugängliche Gesundheitsversorgung«.

Unter dem Absatz »In jeder Lebensphase abgesichert« sprechen sich die Grünen indirekt auch für eine Kompetenzerweiterung in Apotheken aus. »Für die Gesundheitsberufe wollen wir mehr Kompetenzen und so eine bessere Arbeitsteilung und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe erreichen«, heißt es. Auch die Geburtshilfe soll reformiert werden, hier wollen die Grünen bessere Arbeitsbedingungen für Hebammen, besonders im Krankenhaus.

Die Grünen sprechen sich für eine bessere Vernetzung von ambulanter und stationärer Versorgung aus. Die Trennung der Finanzierungssysteme solle überwunden werden, um Kooperation und Koordination zu fördern. Die Versorgung solle durch regionale Verbünde («Gesundheitsregionen«) sowie gemeinsame

Versorgungszentren, in denen verschiedene Therapie- und Pflegeberufe unter einem Dach

zusammenarbeiteten, verbessert werden.

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