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Coronavirus
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Große Koalition uneins über impfende Apotheker

Seit einigen Monaten dürfen Apotheker im Rahmen von Modellvorhaben Grippeschutzimpfungen in der Offizin anbieten. Mit Blick auf die Coronavirus-Impfkampagnen vieler anderer Länder stellt sich nun aber die Frage: Sollten die Pharmazeuten auch gegen Sars-CoV-2 immunisieren dürfen? Die Gesundheitsexperten der Großen Koalition sind sich bei dieser Frage jedenfalls nicht einig.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 23.02.2021  12:45 Uhr
Dittmar: Noch nicht genug Erfahrungen mit Corona-Impfstoffen

Dittmar: Noch nicht genug Erfahrungen mit Corona-Impfstoffen

In der SPD hingegen überwiegt die Skepsis. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, sagte gegenüber der PZ: »Ich denke nicht, dass es sinnvoll wäre, die Apotheker jetzt in der ersten Phase der Impfungen einzubeziehen. Erstens sind die Erfahrungen mit den Impfstoffen noch nicht ausreichend, um Modellprojekte wie bei den Grippeimpfungen zu starten. Zweitens werden Apotheker eine sehr wichtige Rolle bei der Beschaffung der Impfstoffe für die ambulante Immunisierung in den Arztpraxen bekommen - mit dieser Aufgabe werden sie genug zu tun haben.« Die SPD-Politikerin stellt allerdings klar, dass sie sich nicht grundsätzlich gegen impfende Apotheker positionieren wolle. »Ganz im Gegenteil, ich finde es schön und mit Blick auf die Impfquote auch sehr sinnvoll, dass nun immer mehr Apothekerverbände und -vereinigungen in die Modellprojekte zu Grippeschutzimpfungen eingestiegen sind«, so Dittmar.

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