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Pharmazie- und Medizinstudierende
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Gemeinsam für neue Approbationsordnungen

In einer gemeinsamen Pressemitteilung sprechen sich die Bundesverbände der Pharmazie- und der Medizinstudierenden für eine Überarbeitung der Approbationsordnungen in ihren Studiengängen aus. Beide Organisationen haben ausführliche Positionspapiere erarbeitet. 
AutorKontaktPZ
Datum 18.02.2025  16:10 Uhr
Gemeinsam für neue Approbationsordnungen

Kurz vor der Bundestagswahl machen der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) und die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) in einer gemeinsamen Pressemitteilung auf die in ihren Augen notwendige Novellierung der Approbationsordnungen aufmerksam. 

Die beiden Verbände betonen, dass die Aufgaben und die Verantwortung von Pharmazeuten und Medizinern angesichts des demografischen Wandels in Zukunft deutlich zunehmen werden. Zunehmend stünde nicht nur die direkte Behandlung von Erkrankungen, sondern auch die präventive Versorgung und die Koordination der Gesundheitsleistungen im Vordergrund der heilberuflichen Arbeit.

Die gesundheitliche Versorgung werde immer komplexer, Apothekerinnen und Apotheker trügen daher eine erweiterte Verantwortung, insbesondere in Bezug auf die Arzneimitteltherapiesicherheit, um beispielsweise das Risiko unerwünschter Arzneimittelwirkungen bei Patienten mit Polymedikation zu erkennen und zu verhindern.

Neue Herausforderungen und neue Strukturen 

Die wachsenden Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung erfordern nach Einschätzung der Studierenden einerseits die Schaffung von effizienteren Strukturen in der Versorgung und andererseits eine auf diese Herausforderungen angepasste Ausbildung der Apothekerinnen und Apotheker sowie Ärztinnen und Ärzte. 

Um auf neue Herausforderungen im Gesundheitswesen vorbereitet zu sein und die benötigten Kompetenzen im Studium zu erlernen, müssen die Approbationsordnungen laut BPhD und bvmd dringend novelliert werden. Stetiger und schneller Fortschritt in der Wissenschaft, Forschung und Praxis steigerten demnach die Anforderungen an die Berufe und erforderten eine moderne Ausbildung. Aktuell seien die Studiengänge durch veraltete Themen, fehlende Kompetenzorientierung und zu wenig Praxisnähe geprägt. Nur durch eine zeitgemäße Ausbildung könne die bestmögliche Patientenversorgung gewährleistet werden.

Die Studiengänge sollen laut den Verbänden den Anforderungen der modernen Wissenschaft sowie ihrer Berufsbilder gerechter werden und Studierenden eine fortschrittliche, vielfältige, qualitativ hochwertige und interprofessionelle Ausbildung bieten.

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