Bei der Aufnahme ins Krankenhaus sowie der Rückkehr in den häuslichen Rahmen oder ins Heim kann es potenziell zu Fehlern bei der Medikation kommen. Das wollen ADKA und DPhG verbessern. Im Bild (von links): Nadine Metzger, Prof. Dr. Ulrich Jaehde, Dr. Jochen Schnurrer, Kerstin Tschuck, Dr. Dagmar Horn und Christopher Jürgens. / © Avoxa/Matthias Merz
»Eine wirksame, sichere und patientenzentrierte Arzneimitteltherapie erfordert einen sektorenübergreifend abgestimmten, wissenschaftlich fundierten Medikationsprozess«, beginnt das gemeinsame Statement, das die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) und der Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) jetzt veröffentlicht haben.
Gerade an den Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sehen sie besondere Herausforderungen für die Arzneimitteltherapie. Die beiden Organisationen wollen die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und die Qualität der Patientenversorgung durch gemeinsame Impulse nachhaltig stärken.
Die DPhG und die ADKA verbinde das gemeinsame Verständnis einer Pharmazie, die wissenschaftlich fundiert, patientenzentriert und verantwortungsvoll zur Weiterentwicklung der Arzneimitteltherapie beiträgt. Beide Fachgesellschaften sehen in der engen Verzahnung von pharmazeutischer Wissenschaft, klinischer Expertise und Versorgungspraxis eine wesentliche Voraussetzung, um die Qualität, Sicherheit und Kontinuität der Arzneimitteltherapie nachhaltig zu verbessern.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, »pharmazeutische Kompetenzen sektorenübergreifend sichtbar zu machen, gemeinsam weiterzuentwickeln und dort einzubringen, wo sie einen nachweisbaren Nutzen für Patientinnen und Patienten sowie für das Gesundheitssystem entfalten«.
Die Optimierung des Medikationsprozesses über Versorgungsgrenzen hinweg sei ein zentrales gemeinsames Handlungsfeld von DPhG und ADKA. Gerade an den Schnittstellen zwischen stationärer und ambulanter Versorgung entstünden relevante Risiken für die Arzneimitteltherapiesicherheit, die nur durch abgestimmte, sektorenübergreifende Strukturen wirksam reduziert werden können.
Beide Fachgesellschaften wollen daher gemeinsame Ansätze zur Verbesserung des Entlassmanagements, zur Förderung standardisierter Kommunikationswege und zur stärkeren Einbindung klinisch-pharmazeutischer Kompetenz in das Medikationsmanagement weiter vorantreiben. Ziel sei es, die Arzneimitteltherapie über alle Versorgungsbereiche hinweg zu verbessern.