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Narben
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Geduld ist gefragt

Pathologische Narben gelten als gutartige Hautveränderungen, können dennoch die Betroffenen erheblich belasten. Wie man der Entstehung deutlicher Narben vorbeugen kann und welche Möglichkeiten die Selbstmedikation bietet.
AutorKontaktMaria Pues
Datum 20.01.2022  13:30 Uhr
Mehrmals täglich einmassieren

Mehrmals täglich einmassieren

Zwiebelextrakt (etwa Contractubex® Gel) wirkt entzündungshemmend, bakterizid und ebenfalls hemmend auf die Fibroblasten-Proliferation. Als mögliche Mechanismen werden die Induktion der Matrix-Metalloproteinase I (MMP-1) und eine Hemmung des Transforming Groth Factor beta (TGF-β)/SMAD-Signalweges diskutiert. Entsprechende Zubereitungen sollten mehrmals täglich leicht einmassiert werden. Da sie zu Hautirritationen führen können, sollten sie nicht im Bereich des Gesichtes oder bei Kleinkindern angewendet werden.

Zur Nachbehandlung von Wunden/Narbenpflege können zudem Heparin, Dexpanthenol und Allantoin zum Einsatz kommen. Sie sind in manchen Narben-Externa als Kombinationspartner enthalten. Heparin soll die Kollagenstrukturen auflockern, wirkt entzündungshemmend und begünstigt die Wasserbindung im Narbengewebe. Dexpanthenol lindert Juckreiz, hemmt Entzündungen und fördert die Wundheilung. Allantoin wirkt reizlindernd, heilungsfördernd und erhöht die Wasserbindungskapazität.

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