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Fünf Regeln für sicheres Eisbaden

Mitten im Winter im See schwimmen: für Warmduscher undenkbar, für Eisbader sehr reizvoll. Insbesondere Anfänger sollten aber einige Tipps beherzigen – damit sie ihr Herz nicht in Gefahr bringen.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 14.01.2026  14:30 Uhr

So wunderbar das Gefühl von Lebendigkeit ist oder auch der Stolz, dass man sich überwunden hat: Eisbaden kann richtig gefährlich sein. Vor allem dann, wenn man riskante Aktionen wagt, wie zuletzt ein Eisbader in Wismar. Sein Plan: Vor laufender Kamera unter der Eisschicht von einem Loch zum nächsten schwimmen. Das ging schief, der Mann tauchte nicht wieder auf.

»Unter einer Eisschicht durchtauchen ist eigentlich eine Extremsportvariante, die man nur als sehr geübter Sportler ausführen sollte«, sagt Matthias Stoll von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Erfahrene Winterschwimmer, die so etwas wagen wollen, müssen sich der Risiken bewusst sein und Sicherheitsvorkehrungen treffen. Heißt: unbedingt jemanden dabeihaben, der sie im möglichen Notfall wieder an die Oberfläche ziehen kann.

Begeben wir uns in Wasser, das nur wenige Grad »warm« ist, macht das etwas mit unserem Körper. Eisbaden werden viele positive Effekte zugesprochen. Doch gerade Ungeübte riskieren einen Kälteschock, der sich etwa durch einen unkontrollierten Atemimpuls bemerkbar macht. »So ein Kälteschock kann auch zu Herz-Rhythmus-Störungen führen, das heißt: zu akuten Notfällen«, sagt Matthias Stoll. Dazu kommt die Gefahr einer Unterkühlung, also einem Absinken der Körperkerntemperatur. Dadurch kann es zu Bewegungseinschränkungen kommen, »bei denen Schwimmbewegungen irgendwann nicht mehr möglich sind«, so der Experte. Daher sollten Eisbadende diese fünf Regeln beachten:

Regel 1: Nicht einfach ins Wasser, sondern mit Vorbereitung

»Bei den aktuellen Temperaturen ins Wasser zu gehen und mehrere Minuten schwimmen zu wollen, ist nur etwas für geübte Personen«, sagt Matthias Stoll, der den Bereich Ausbildung und Prävention in der DLRG-Bundesgeschäftsstelle leitet. Die klassische »Karriere« des Eisbadens beginnt damit, dass man seinen Körper mit kalten Duschen vorbereitet, über Wochen hinweg. Wer dann das erste Mal im See anbadet, tut das lieber im Herbst statt im klirrend kalten Winter.

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