Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Health Equity
-
Frauen sind benachteiligt, Männer benachteiligen sich?

Strukturelle Ungleichheiten haben in der Gesundheitsversorgung und -forschung zahlreiche und kostspielige Folgen. Wie kann Digitalisierung dazu beitragen, Ungleichheiten konkret zu reduzieren?
AutorKontaktPaulina Kamm
Datum 09.10.2026  15:00 Uhr

Die Versorgungszukunft

Gematik-Chefin Adjei blickt optimistisch in die Zukunft. Eine Kombination aus der Nutzung der zentral gespeicherten Daten aus der elektronischen Patientinnen- und Patientenakte (ePA) und einer ausgewogenen Telematik-Infrastruktur stelle eine nutzbare Datenquelle dar. Sobald die Kurzakte mit Befunden käme, hätte man noch mehr Möglichkeiten. Eine europaweite Vernetzung, quantitativ und qualitativ hochwertige Daten bildeten zusätzlich nie dagewesene Chancen. Auch KI-Systeme können einen wertvollen Beitrag leisten.

Lammert betont in diesem Zusammenhang, wie wichtig die kontinuierliche Befüllung der ePA durch das medizinische Personal sei. Mehrfacherhebungen müssten vermieden werden. Langfristig hoffe Startup-Gründer Apasu auf eine Stärkung der Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten durch digitale Angebote. »Mein Appell an die Männer ist, ihre Gesundheit ernst zu nehmen, zu Ärzten zu gehen, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und eben dafür zu sorgen, dass die eigenen Daten auch irgendwo im System landen. Und natürlich der Appell: Sprecht mit Männern auch über die Gesundheit, wir tun es auch von uns aus nicht, und da ist jeder Impuls wichtig«, schließt Apasu.

Mehr von Avoxa