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Kritik der Grünen
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Fehlt uns bei der Digitalisierung der Masterplan?

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens hat in den vergangenen Jahren enorme Sprünge gemacht. Kein Wunder, schließlich hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dies zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt. Aber gibt es hinter all den neuen Digital-Komponenten auch eine Gesamtstrategie, also einen Leitgedanken? Die Grünen hinterfragen das. CDU-Gesundheitsexpertin Karin Maag verteidigt den derzeitigen Kurs.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 21.01.2021  17:00 Uhr

Maag: Erst einmal Akzeptanz schaffen

Karin Maag (CDU) hielt klar dagegen. »Das möchten wir so nicht« sagte die Gesundheitsexpertin der CDU. Das Beispiel der E-Patientenakte habe gezeigt, wie kompliziert die Einführung nur einer digitalen Versorgungskomponente ist. »Es hat zehn Jahre gedauert, bis wir technische Probleme gelöst und bei den Leistungserbringern überhaupt eine Akzeptanz dafür hatten«, so Maag. Man könne der Gesellschaft und den Leistungserbringern im Gesundheitswesen nicht plötzlich ein Gesamtprodukt »überstülpen«.

Maag weiter: »Wichtig war es uns, dass wir in Teilschritten vorgehen und diese auch gut erklären.« Die Coronavirus-Krise habe die Akzeptanz in der Bevölkerung und im Gesundheitswesen für neuartige Versorgungsformen schlagartig erhöht. Damit sei aber schließlich nicht zu rechnen gewesen. Sie gehe davon aus, dass die Patienten Ende dieses Jahres die ersten Vorteile der Digitalisierung erkennen und erleben werden, indem sie die EPA nutzen.

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