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Neue Arzneimittel
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FDP will über Pay-for-Performance-Verträge diskutieren

Neue Therapien sind oftmals vielversprechend, aber teuer. Um die Kosten für die GKV zu senken, will die FDP-Bundestagsfraktion neue Erstattungsmodelle wie Pay-for-Performance-Verträge diskutieren. Die Bundesregierung hält sich zurück und verweist auf bereits bestehende Regelungen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 30.10.2020  11:30 Uhr

Mehraufwand verursacht Mehrkosten

Hierfür sei es aber nötig, den behandelten Patienten individuell zu beobachten, um die entsprechenden Erfolgsparameter messen zu können – ein Aufwand etwa bei der Datenerfassung, der zu »dementsprechend hohen Transaktionskosten« führen könne. Die Vertragspartner müssten selbst prüfen, ob diese Kosten im Verhältnis zu den erhofften Vorteilen angemessen seien.

Im Übrigen sei zu erwarten, dass die Zulassungen neuartiger Arzneimitteltherapien in den kommenden Jahren zunehmen und etwa teure Gentherapien schon bald fester Bestandteil der Versorgung werden. Hier sei ein Konkurrenzdruck unter den verschiedenen Herstellern wahrscheinlich, der sich auf die Preisentwicklung auswirken werde – in welchem Maß, »bleibt abzuwarten«, so die Bundesregierung. Nur abzuwarten und genau zu beobachten, sei nicht genug, kontert Ullmann. »Der Schaden wurde dann bereits angerichtet und das auf dem Rücken der Patienten.« Die Bundesregierung verschließe die Ohren und die Augen, um sich mit Kritik von Experten und Unternehmen nicht auseinandersetzen zu müssen.

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