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Landtagswahl Baden-Württemberg
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FDP will Ausbau der Apotheken-Plattformen

Auch in Baden-Württemberg wird am 14. März ein neuer Landtag gewählt. Die beiden Parteien der grün-schwarzen Landesregierung stehen in den Umfragen stabil da und könnten ihre Koalition fortsetzen. Apothekenpolitische Positionen werden in den Wahlprogrammen größtenteils ausgeklammert. Nur die FDP äußert sich dezidiert zur digitalen Zukunft des Apothekenmarktes.
AutorKontaktBenjamin Rohrer
Datum 03.02.2021  09:00 Uhr

Apotheken als Teil der Daseinsfürsorge

Hinsichtlich der knapp 2400 Apotheken in Baden-Württemberg gibt es wenige politische Höhepunkte in den Wahlprogrammen. Die CDU attestiert den Apotheken in einem kurzen Satz eine »Schlüsselrolle«, ohne damit konkrete Forderungen zu verbinden. Die Grünen fordern, dass unter anderem Banken, Postfilialen, Bäckereien, Cafés und Apotheken erreichbar bleiben. »Dafür wollen wir Multifunktionszentren fördern, die als Knotenpunkte eines flächendeckenden Netzes der Daseinsvorsorge dienen. Um dieses Thema in der Verwaltung zu verankern, sollen alle Regierungspräsidien sogenannte Unterstützerteams Daseinsvorsorge bilden«, heißt es bei den Grünen.

Ausführlicher geht die FDP auf die Apothekenpolitik ein. Die Liberalen erwähnen den Einsatz der Pharmazeuten in der Coronavirus-Krise sowie beim Management von Lieferengpässen. Man wolle deshalb darauf hinwirken, »dass die freiberuflichen, inhabergeführten Apotheken vor Ort durch faire Wettbewerbsbedingungen auch zukünftig in der Lage sein werden, ihren flächendeckenden Versorgungsauftrag wahrzunehmen«. Um dies zu gewährleisten, setzt die FDP auf die weitere Digitalisierung, »wie etwa der Ausbau der Telematik-Infrastruktur, neue pharmazeutische Dienstleistungen (z.B. elektronischer Medikationsplan) sowie die Vernetzung der Apotheken (z.B. gemeinsame Online-Bestellplattformen)«.

Nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in Rheinland-Pfalz stehen am 14. März die nächsten Landtagswahlen an. Auch über die Wahlprogramme und was aus apothekenpolitischer Sicht in Rheinland-Pfalz relevant werden könnte, hatte die PZ bereits berichtet.

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