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Covid-19
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FDA plädiert für jährliche Impfung mit angepasstem Impfstoff 

Die US-Arzneimittelbehörde FDA plant in den USA ein vereinheitlichtes Impfregime. Zukünftig soll einmal jährlich ab September mit einem jährlich angepassten, bivalenten Impfstoff gegen Covid-19 geimpft werden. Die Vakzine soll sich jeweils gegen den Wildtyp und  eine aktuelle Virusvariante richten. In Deutschland gibt es derzeit noch keine solchen Pläne. 
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 31.01.2023  16:30 Uhr

Diese Eckpunkte für eine Vereinheitlichung der Covid-19-Impfungen in den USA gehen  aus dem 178. Treffen des FDA-Beratungsgremiums VRBPAC (Vaccines and Related Biological Products Advisory Committee) hervor. Dieses hat am 26. Januar online stattgefunden. Die Abstimmungsfrage »Empfiehlt der Ausschuss, die Zusammensetzung der Impfstämme für die Erst- und Auffrischungsimpfungen in den USA auf eine einzige Zusammensetzung zu vereinheitlichen?« bejahten die 21 Mitglieder des Gremiums in dieser Sitzung einstimmig.

Demnach plädiert die FDA für bivalente, jährlich angepasste Impfstoffe, die sich gegen den Wildtyp von SARS-CoV-2 und eine aktuelle Variante richten.  Um jährlich ab September mit dem Impfen beginnen zu können, plant die FDA, die Zusammensetzung bereits jedes Jahr im Juni festzulegen. Der allgemeinen Bevölkerung soll zu einer jährlichen Auffrischungsimpfung geraten werden, vulnerablen Gruppen wie Immunsupprimierten zu einer Boosterung zweimal pro Jahr.

In Deutschland gibt es aktuell noch keine Pläne für eine Vereinheitlichung der Covid-19-Impfungen. Derzeit empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine vierte oder fünfte Covid-Impfung nur für Personen ab fünf Jahren mit besonders hohem Risiko für schwere Verläufe beziehungsweise mit erhöhtem Infektionsrisiko. Über die fünfte Impfung solle ein Arzt entscheiden.

Die Auffrischimpfung soll der STIKO-Empfehlung zufolge vorzugsweise mit einem Omikron-adaptierten, bivalenten mRNA-Impfstoff und einem Abstand von mindestens sechs Monaten zur letzten Impfstoffdosis oder zu einer SARS-CoV-2-Infektion erfolgen. In begründeten Einzelfällen könne der Abstand auf vier Monate reduziert werden.

Ob sich auch in Deutschland ein einheitliches Impfschema etabliert, wie es von der FDA in den USA angestrebt wird, bleibt abzuwarten.

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