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mCombriax von Moderna
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Erster Kombiimpfstoff gegen Covid und Grippe kommt

Zwei in eins: Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat den Impfstoff mCombriax® von Moderna zur Zulassung empfohlen. Der mRNA-Impfstoff soll Menschen ab 50 Jahren sowohl vor Covid-19 als auch vor saisonaler Influenza schützen.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 27.02.2026  16:20 Uhr

Gegen saisonale Grippe und Covid-19 sollen sich Risikopersonen jährlich neu impfen lassen, weil der Immunschutz nachlässt und die verursachenden Viren stark wandelbar sind. Praktisch wäre es, vor beiden Erkrankungen mit einem Piks zu schützen. Der erste Kombinationsimpfstoff gegen Covid-19 und saisonale Grippe könnte jetzt in Kürze auf den Markt kommen. Der mRNA-basierte Impfstoff des US-Unternehmens Moderna mCombriax (mRNA-1983) hat von der EMA grünes Licht für eine EU-Zulassung erhalten.

Die mRNA-basierte Vakzine arbeitet nach dem Prinzip der bekannten Covid-19-Impfstoffe: Die enthaltene Boten-RNA (mRNA) codiert für virale Antigene (Proteine). Im Organismus von Geimpften werden diese Antigene produziert, die dann das Immunsystem anregen, Abwehrstoffe gegen die Pathogene zu bilden. Der Impfstoff kombiniert mRNA-1283, den gegen SARS-CoV-2 gerichteten Impfstoff der zweiten Generation (mNexspike®), mit mRNA-1010, dem gegen die Influenza-Viren A-H1N1, A-H3N2 und B (Victoria-Linie) gerichteten Grippeimpfstoff.

Die Impfstoffzusammensetzung orientiert sich an den Empfehlungen der EMA und der Weltgesundheitsorganisation für die Saison 2023/2024 und wird wie bei anderen Impfstoffen regelmäßig angepasst.

Vergleichbare Antikörperproduktion, akzeptables Sicherheitsprofil

Die positive Entscheidung der EMA basiere auf Studien mit rund 8000 Teilnehmern ab 50 Jahren, teilt die Behörde mit. Die Ergebnisse zeigten, dass mCombriax die Bildung von Antikörpern in vergleichbarer Stärke anregte wie die gleichzeitige Impfung mit dem zugelassenen Covid-19-Impfstoff Spikevax® und einem Grippeimpfstoff (Efluelda® oder Fluarix®). Auch Daten zu dem mRNA-Grippeimpfstoff mRNA-1010 bestätigten einen wirksamen Schutz.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen laut EMA Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen, Schüttelfrost, geschwollene Lymphknoten, Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Diese traten im Mittel zwei Tage nach der Impfung auf und hielten durchschnittlich drei Tage an.

Über die EU-weite Zulassung entscheidet nun die Europäische Kommission. Preisgestaltung und Erstattung erfolgen anschließend auf Ebene der Mitgliedstaaten. mCombriax könnte künftig eine zusätzliche Option für nationale Impfkampagnen gegen Covid-19 und die saisonale Grippe darstellen, so die EMA.

Andreas Pollner, der Geschäftsführer von Moderna Germany, freute sich über das positive Votum. »Wir haben zahlreiche Anfragen bezüglich der Verfügbarkeit erhalten, was auf ein starkes medizinisches und gesundheitspolitisches Interesse in Deutschland hindeutet«, sagte er laut einer Mitteilung. Das Unternehmen werde eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten, um – vorbehaltlich der EU-Zulassung – rasch einen breiten Zugang für berechtigte Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen.

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