| Johanna Hauser |
| 19.03.2026 07:00 Uhr |
Weitere Studien wie DANFLU-2 und IAMI belegen den schützenden Effekt einer Influenza-Impfung. In der DANFLU-2-Studie wurde der Effekt einer Grippeimpfung (Normaldosis versus Hochdosis) auf kardiovaskuläre Outcomes bei Menschen ab 65 Jahren untersucht, in der IAMI-Studie die Auswirkungen der Impfung bei Patienten nach einem Herzinfarkt. Die Zahl der Hospitalisierungen beziehungsweise schwerer kardialer Ereignisse sank in beiden Studien signifikant (DOI: 10.1001/jamacardio.2025.3460, 10.1161/CIRCULATIONAHA.121.057042).
Da auch andere Infektionskrankheiten das kardiovaskuläre Risiko erhöhen, veröffentlichte die European Society of Cardiology (ESC) 2025 ein klinisches Konsensusstatement, wonach Impfungen Teil der kardiovaskulären Prävention seien. Laut ESC sei es erwiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, während oder nach einer akuten Virusinfektion zu versterben, bei vorbestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen und höherem Alter deutlich erhöht ist. Mit der Influenza-Impfung habe man ein Werkzeug an der Hand, um das Risiko für einen schweren Verlauf mit kardiovaskulären Komplikationen deutlich zu reduzieren.