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Tremelimumab
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Ein Antikörper, zwei Indikationen

Seit Anfang April ist der Antikörper Tremelimumab in den Indikationen Leberkrebs und Lungenkrebs auf dem Markt verfügbar. Kombiniert wird der Neuling jeweils mit Durvalumab, je nach Indikation in unterschiedlichen Therapieregimen.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 02.05.2023  07:00 Uhr

Vorsicht vor immunvermittelten Nebenwirkungen

Unabhängig von der Indikation ist zu beachten, dass unter Tremelimumab eine ganze Reihe von immunvermittelten Nebenwirkungen (die potenziell tödlich verlaufen können) auftreten kann. Dazu gehören unter anderem Pneumonitis, Hepatitis, Kolitis, Endokrinopathien wie Schilddrüsen- und Hypophysenstörungen, Myokarditis, Nephritis und Hautausschlag. Die Fachinformation zu Imjudo enthält eine ausführliche Liste zur Anpassung der Krebstherapie und Einleitung einer Corticosteroid- oder anderen Therapie.

Zu beachten ist, dass die Patienten vor Beginn der Tremelimumab-Therapie keine systemischen Corticosteroide in höheren Dosen (ab 10 mg/Tag Prednison-Äquivalent) oder Immunsuppressiva bekommen sollten, da diese die Wirksamkeit beeinflussen können.

Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und noch mindestens drei Monate nach der letzten Dosis von Tremelimumab zuverlässig verhüten.

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