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Sinusitis
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Drei Tipps bei Nasennebenhöhlen-Entzündung

Die Nase ist dicht – und Stirn, Augen oder Wangen schmerzen dumpf: Das ist typisch für eine Entzündung der Nasennebenhöhlen.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 20.11.2024  13:00 Uhr

Erkältungsviren sorgen dafür, dass die Schleimhäute anschwellen, wodurch sich die Ausfuhrgänge der Nasennebenhöhlen verengen können. Manchmal so stark, dass der Schleim nicht mehr richtig abfließen kann. Er sammelt sich also in den Nebenhöhlen und verdickt sich. Die Erreger fühlen sich in dem feuchtwarmen Klima wohl und verursachen eine Entzündung. Typische Symptome sind Schmerzen in Stirn, Augen oder Kiefer, die sich beim Bücken, Husten oder Naseputzen verschlimmern. Eine solche Entzündung entwickelt sich häufig im Verlauf einer Erkältung.

Wer den Schmerzen etwas entgegensetzen möchte, kann das mit rezeptfreien Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuproben tun, rät die Medizinerin Maren Sommer in der Zeitschrift »Hausarzt«. Zudem sollte man diese drei Tipps beherzigen:

Tipp Nr. 1: Die Nasenschleimhäute feucht halten

Ob die Nasenhöhlen bereits entzündet sind oder auch vorbeugend: Gut ist, den Schleimhäuten der Nase und ihrer Nebenhöhlen ausreichend Feuchtigkeit zu schenken. Denn die brauchen sie, um sich möglichst gut gegen Krankheitserreger wehren zu können. Sommer empfiehlt regelmäßige Nasenduschen mit einer salzhaltigen Lösung. Wer bereits entzündete Nasennebenhöhlen hat, kann mehrmals am Tag eine Nasendusche durchführen. Was den Schleimhäuten ebenfalls guttut: viel trinken. Hausärztin Sommer rät, sich ab und zu einen Arzneitee mit etwa Kamille, Thymian oder Salbei aufzugießen. Diese Heilpflanzen wirken keimhemmend und schleimlösend.

Tipp 2: Nasensprays mit Bedacht einsetzen

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung bekommt man oft schlecht Luft, vor allem nachts. Präparate mit abschwellenden Wirkstoffen wie Oxymetazolin und Tetryzolin sollten nur begrenzt eingesetzt werden. Die Schleimhäute können sich nämlich daran gewöhnen. Daher gilt: nicht länger als sieben Tage und maximal dreimal täglich. Alternativen sind Nasensprays auf Basis von Meerwasser. Was der Nase ebenfalls helfen kann: ein paar Tropfen Eukalyptus-Öl auf ein Stofftaschentuch geben und daran riechen.

Tipp 3: Regelmäßige Entzündungen abklären lassen

Tritt eine Nasennebenhöhlenentzündung mindestens viermal pro Jahr auf, ist es sinnvoll, sie ärztlich abklären zu lassen. Dann ist nämlich möglich, dass nicht nur eine Erkältung der Auslöser ist, sondern auch anatomische Ursachen wie eine verkrümmte Nasenscheidewand vorliegen könnten.

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