Für die Analyse haben die Autoren 78 Studien ausgewertet, aus Ländern wie den USA, Deutschland, Australien, Indien und Mexiko. »Was mir am meisten aufgefallen ist, war, wie oft gut gemeinte, routinemäßige Ratschläge noch gar nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Kleine Veränderungen in diesen ersten drei Tagen könnten für Familien einen echten Unterschied machen«, fasst Di Chiara zusammen.
Beim Stillen in Deutschland gibt es seit einem historischen Tiefpunkt zu Anfang der 1970er-Jahre einen andauernden Aufwärtstrend. Nach Ergebnissen der bundesweiten »Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland« (KiGGS Welle 2; 2014–2017) wurden nach der Geburt 68 Prozent der Säuglinge ausschließlich gestillt, 40 Prozent bekamen bis zum Ende des vierten Lebensmonats ausschließlich Muttermilch.