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Versender muss sparen
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Doc Morris streicht 100 Stellen

Im Rahmen eines Sparprogramms streicht Doc Morris rund 100 Vollzeitstellen. Der Versender will mehr Prozesse durch den Einsatz von KI optimieren und verspricht sich Einsparungen von umgerechnet 16,2 Millionen Euro jährlich.
AutorAlexander Müller
Datum 25.06.2026  07:55 Uhr

Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, beschleunigt der Versender seine »AI-First«-Strategie. Damit soll »die Kostenbasis signifikant und nachhaltig reduziert« werden.

Diese »strukturellen Optimierungen«, wie der Versender es nennt, bedeuten den Abbau von gruppenweit rund 100 Vollzeitstellen (FTE). Wie viele Arbeitsplätze letztlich betroffen sind, geht aus der Mitteilung des Unternehmens nicht hervor. Doc Morris will den Betroffenen aber »Abfindungspakete« anbieten.

Neben dem reinen Versandgeschäft will Doc Morris im Rahmen der Plattformstrategie auch auf Telemedizin, Retail Media, den Marktplatz sowie KI-Gesundheitsassistenten setzen. Der Umsatz entwickelt sich nach Angaben des Versenders positiv, vor allem im Rx-Geschäft.

CEO Walter Hess sagt dazu: »Die Technologie erlaubt es uns heute, Arbeitsabläufe in allen Unternehmensbereichen noch weiter zu optimieren und durch konsequente Automatisierung effizienter zu gestalten. Zusammen mit der kürzlich abgeschlossenen Konzentration auf den Logistikstandort Heerlen bildet diese Initiative einen weiteren systemischen Schritt zur Steigerung der Profitabilität. Wir werden diesen Prozess sozialverantwortlich gestalten und die betroffenen Mitarbeitenden mit gezielten Maßnahmen bestmöglich unterstützen.«

Zunächst einmal kostet die Sanierung aber Geld: Im zweiten Quartal 2026 fallen außerordentliche Einmalkosten in Höhe von umgerechnet rund 5,4 Millionen Euro an. Doch schon in der zweiten Jahreshälfte verspricht sich die Gruppe positive Effekte auf das bereinigte operative Ergebnis.

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