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Hypermenorrhö
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Das steckt hinter den starken Blutungen

Eine übermäßig starke Menstruationsblutung geht meistens auf hormonelle Dysbalancen oder organische Veränderungen zurück. Häufig tritt sie in der Perimenopause auf. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache.
AutorKontaktNicole Schuster
Datum 16.04.2025  09:00 Uhr

Beratung in der Apotheke

In der Apotheke können betroffene Frauen nach Präparaten mit Eisen oder Folsäure zur Anämieprävention fragen. »Wenn der Hb-Wert erniedrigt ist, sollte in jedem Fall eine Eisensubstitution erfolgen«, sagt Römer. Bei fortbestehender Hypermenorrhö sei eine Eisensubstitution allerdings langfristig nicht effektiv. Daher müsse stets die Ursache der Blutungsstörung therapiert werden. Das Apothekenteam sollte Patientinnen, die über schwere Blutungen klagen, ermutigen, sich frühzeitig an einen Arzt zu wenden. Auch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, da sie dazu beitragen, gynäkologische Erkrankungen früh zu erkennen.

Als OTC-Produkte stehen nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac zur Verfügung. Sie wirken analgetisch und blutungsreduzierend, indem sie Prostaglandine hemmen, stellen jedoch allenfalls eine ergänzende oder vorübergehende Maßnahme dar. Von der Anwendung von Acetylsalicylsäure (ASS) sollten Frauen bei einer starken Periodenblutung wegen der gerinnungshemmenden Wirkung absehen.

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