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Trends, Evidenz & Chancen
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Das »Beratungs-Dilemma« bei Longevity-Produkten

Was aussah wie ein Lifestyle-Trend, hat sich zu einem wissenschaftlich fundierten Paradigmenwechsel entwickelt: Longevity. Über die »gesunde Lebensspanne« und die Chancen der Apotheken in diesem Bereich referierte Professor Theo Dingermann, Senior Editor der PZ, beim Zukunftskongress Öffentliche Apotheke in Bonn.
AutorAlexander Müller
Datum 23.02.2026  17:00 Uhr
Das »Beratungsdilemma« bei Longevity-Produkten

Das »Beratungsdilemma« bei Longevity-Produkten

Im Bereich Medikationsmanagement sei Deprescribing häufig ein guter Beitrag zur Gesundheitsförderung. Denn jede zusätzliche Dauermedikation erhöhe das Risiko für Nebenwirkungen exponentiell, so Dingermann. Für Apotheken ist eine Vergütung dieser Beratungsleistung umso wichtiger.

Dingermann sieht eine große Chance für die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL): Beratung zu Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Adipositas mit Messungen wie Blutdruck, BMI, HbA1c/Blutzucker oder Lipidprofil, bis hin zur Messung des Metaboloms, um einen persönlichen Stoffwechselkompass zu erstellen.

Doch wie kommen die Apotheken aus dem »Beratungs-Dilemma«, wenn der Patient nach einem konkreten »Longevity-Präparat« verlangt, von dessen Evidenz der Apotheker selbst nicht überzeugt ist? Dingermann schlägt einen »individuellen Heilversuch« vor, bei dem die Apotheke den Konsumenten eng begleitet und gemeinsam die Daten erfasst. Das Apothekenteam kann so zum ersten und vertrauensvollen Ansprechpartner für Longevity werden.

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