| Johanna Hauser |
| 23.09.2026 12:30 Uhr |
Einem routinemäßigen Einsatz der Sonografie stehe derzeit vor allem entgegen, dass die Untersuchung des Bauchraums nicht Bestandteil der bestehenden Vorsorgeprogramme ist. Guth spricht sich daher dafür aus, die Abdomen-Sonografie in bereits etablierte Screeningangebote zu integrieren. Denkbar sei ein einmaliges Untersuchungsangebot für alle Menschen ab 40 Jahren, ergänzt durch weitere Kontrollen bei auffälligen Befunden.
Die Sorge vor harmlosen Zufallsbefunden, wie Blutschwämmchen in der Leber, die Patienten beunruhigen könnten, teilte Guth nicht. Schließlich könnten solche Befunde durch erfahrene Untersucher eingeordnet werden. Im Kontext einer späteren Tumorerkrankung sei dann eine Abgrenzung zu neu aufgetretenen Befunden möglich. Sollten sich doch einmal weiter abklärungsbedürftige Befunde ergeben, seien die Patienten in der Regel dankbar, so Guth.