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Fallbeschreibung
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CAR-T-Zell-Therapie hilft bei schwerem Lupus erythematodes

Ein systemischer Lupus erythematodes ist eine schwere Autoimmunerkrankung, die die Lebensqualität der Patienten teils deutlich eingeschränkt. Ist die Krankheit schwer behandelbar oder gar refraktär, leiden die Patienten extrem. Für diese Fälle zeichnet sich jetzt eine neue Therapieoption ab: eine zielgerichtete Immuntherapie mithilfe von CAR-T-Zellen.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 11.08.2021  11:00 Uhr

Hoffnung für schwerkranke SLE-Patienten

Mit dieser serologischen Remission ging auch eine klinische Remission einher. So sank der Systemic Lupus Erythematosus Disease Activity (SELENA) Index Score von 16 auf 0 bei der Nachuntersuchung.

Die Patientin ist nun seit knapp einem halben Jahr vollkommen beschwerdefrei und bisher gibt es keine Anzeichen für ein erneutes Auftreten der Erkrankung. »Ich kann endlich wieder richtig atmen und durchschlafen, außerdem habe ich keine Wassereinlagerungen mehr und die Rötungen im Gesicht sind verschwunden. Auch meine Haare wachsen schon deutlich dichter«, sagte sie in einem Interview mit den Erlanger Nachrichten.

Die Daten der Erlanger Wissenschaftler zeigen eindrucksvoll, dass eine CD19-CAR-T-Zelltherapie eine schnelle Remission eines refraktären SLE induzieren kann. Dies lässt Patienten, die ähnlich schwer von der Krankheit betroffen sind, hoffen. Für Betroffene hat das Deutsche Zentrum für Immuntherapie in Erlangen nun eine Hotline eingerichtet: (0 91 31) 85-4 03 33 oder dzi-leitung@uk-erlangen.de.

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