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Apothekenreform
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Burs: »Zuversichtlich bleiben und weiterkämpfen«

Die erwartete Apothekenstrukturreform hängt derzeit wie ein Damokles-Schwert über den Apotheken, sagt Cathrin Burs, Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen. Sie erklärte bei der Delegiertenversammlung in Hannover, wo genau die Gefahren liegen, was jede einzelne Apotheke tun kann und warum man trotzdem zuversichtlich bleiben sollte.
AutorKontaktDaniela Hüttemann
Datum 11.04.2024  12:02 Uhr

Mehr Prävention und Dienstleistungen

Positiv bewerteten Korf und Burs den Eckpunkt, dass die Apotheken neue Aufgaben in der Versorgung, unter anderem der Prävention übernehmen sollen, auch wenn hier noch Diskussionen mit den Ärzten anstehen dürften. »Wie auch andere Berufe werden wir immer wieder gefordert sein, uns auf neue Dinge einzulassen«, meinte Burs. Zudem müssten die versprochenen Entbürokratisierungs-Maßnahmen greifen, um überhaupt Zeit für solche Leistungen zu haben.

In dem Zusammenhang rief Burs auch noch einmal eindringlich dazu auf, die pharmazeutischen Dienstleistungen anzubieten. Dies sei die beste Möglichkeit, Kunden an die Apotheke zu binden, erst recht in Zeiten von E-Rezept und dem Card-Link-Verfahren.

»Das sind Leistungen, bei denen uns Großkonzerne nicht substituieren können – sie sind keine Kür, sondern Pflicht, wenn es um die Zukunft unseres Berufsstandes geht«, verdeutlichte die Kammerpräsidentin. Das erwarte auch der Nachwuchs, zumal die Apothekerschaft die Möglichkeit, pDL anzubieten, jahrzehntelang eingefordert habe. Dabei müsse man sich nicht direkt die schwierigsten Fälle aussuchen und auf Spitzenniveau starten. »Aber Sie müssen einmal anfangen, um spitze zu werden«, machte Burs Mut.

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